Bluetooth Tastatur Test 2021

Ein Schreibtisch ist ohne nicht mehr denkbar: Tastaturen schmücken Arbeitsplätze auf der ganzen Welt. Die Nutzung dieser Hardware ist enorm, bedenkt man, dass ohne das elektronische Buchstaben-Brett kein PC sinnvoll funktioniert. Aber welche Tastatur ist für welche Aufgabe geeignet? Gibt es da überhaupt Unterschiede?! Viele Modelle sind auch heute noch mit Kabel. Dabei ist der Energie-Verbrauch von Tastaturen so gering, dass eine Bluetooth Tastatur in sehr vielen Belangen überlegen ist. Wer mag schon gerne das Kabel-Wirr-Warr auf und vor allem unter seinem Schreibtisch? Außerdem verwenden immer mehr Nutzer kabellose Tastaturen von der Couch oder vom Bett aus. In diesem TechWatch Vergleich testen wir fünf Bluetooth Tastaturen und gehen auf deren Unterschiede ein. Im Rahmen dieses Vergleichs heben wir am Ende eine der Tastaturen als Beste hervor. Welche das ist erklären wir detailliert in unserem TechWatch Test.

Vorschau Produkt
Logitech K800... Logitech K800...
  • Intuitiv zu bedienende Tastatur mit Beleuchtung: Die...
  • PerfectStroke-Tastendesign: Jeder Tastenanschlag ist komfortabel,...
  • Schnelles und flexibles Ladesystem: Kein umständliches Austauschen...
Logitech K400 Plus... Logitech K400 Plus...
  • Praktisch und Komfortabel: Bedienen Sie Ihre PC-gestützte...
  • Alles beieinander: All-in-OneTV-Tastatur mit Touchpad
  • Kabelloses Vergnügen: Logitech Wireless TV-Keyboard mit 10 Metern...
Logitech K800... Logitech K800...
  • Intuitiv zu bedienende Tastatur mit Beleuchtung: Die...
  • PerfectStroke-Tastendesign: Jeder Tastenanschlag ist komfortabel,...
  • Schnelles und flexibles Ladesystem: Kein umständliches Austauschen...

Worauf es bei Bluetooth Tastaturen ankommt

Der Hauptnutzen einer Tastatur ist nicht schwer zu definieren: Sie soll verschiedenste Zeichen auf die Mattscheibe der Computer zaubern. Dabei kann die Beschaffenheit einer solchen Tastatur großen Unterschieden unterliegen. Hat die Tastatur ein Nummern-Pad, worauf Buchhalter oder Banker wohl kaum verzichten können? Ist sie leicht, damit ich sie in meiner Tasche transportieren kann? Denn arbeiten im Zug oder im Flugzeug wird von immer größerer Bedeutung. Wie fühlen sich die Tasten an? Menschen, die viel schreiben müssen wissen sicher, dass das Tastengefühl enorm unterschiedlich sein kann und dass es definitiv Vorlieben eines jeden Nutzers gibt.

Qualitative Produkteigenschaften hängen meistens auch mit dem Preis zusammen. Diesen berücksichtigen wir am Ende der Testreihe. Es kommt uns viel mehr auf die Ergonomie und das Schreibgefühl bei den Funktastaturen an. Doch wie die kabellose Variante schon anklingen lässt ist auch eine konstante Verbindung notwendig. Hier können wir bereits jetzt verraten, dass alle Tastaturen dieses Kriterium mit Bravour gemeistert haben und wir deshalb nicht näher darauf eingehen. Wie diese mit dem PC verbunden werden ist jedoch durch aus noch ein Punkt zur Diskussion. So haben wir immer noch Modelle in unserem Test, die einen sogenannten Unifying Stick nutzen. Also einen kleinen Empfänger, der per USB-Port am Endgerät angeschlossen wird.

Wie funktioniert überhaupt Bluetooth? Die Technik wird heute als alltäglich wahrgenommen. Das Smartphone verbindet sich mit dem Auto oder der MP3-Player mit der tragbaren Soundbox. Ende der 90er-Jahre von der Bluetooth Special Interest Group (ein Zusammenschluss großer Unternehmen wie beispielsweise Ericsson, IBM & Intel) entwickelt ist die drahtlose Technik heute ein Industriestandard gemäß IEEE 802.15.1. Der Name leitet sich von Harald Blauzahn ab, einem dänischen König, der ungefähr im Jahr 965 verfeindete Teile Dänemarks und Norwegens wieder vereinte. Das Verbinden der beiden Nachbarstaaten beschreibt die heutige Funktechnik metaphorisch. Im lizenzfreien ISM-Band sendet die Technik zwischen 2,402 GHz und 2,480 GHz. Bluetooth 2.0 schafft heute per EDR (Enhanced Data Rate) bis zu 2,1 Mbit/Sekunde. Geräte aller Art sind Sender-kompatibel.

Die Produkte im Bluetooth Tastaturen Vergleich

Bevor wir nun mit dem ausführlichen Vergleich beginnen starten wir mit einer kurzen Vorstellung der einzelnen Bluetooth Tastaturen. Einen Funktastaturen Test findet ihr hier.

Apple Magic Keyboard

Das kalifornische Unternehmen ist für die Gradlinigkeit und den Innovationsreichtum seiner Produkte bekannt. So war das iPad das erste kommerzielle Tablet. Unser Tastatur-Modell beschränkt sich auf die Variante ohne Ziffernblock. Die neuste Generation hat ein äußerst schlankes Design und ist sehr kompakt. Mit Multimedia-Keys versehen ist es vor allem spannend gewesen, die kabellose Tastatur in den Kriterien Ergonomie und Schreibgefühl zu untersuchen.

Logitech K380

Mit der K380 haben die renommierten Schweizer eine kabellose Tastatur entworfen, die ebenfalls durch ihre Kompaktheit auffällt. Außerdem sind die Bedienfelder rund, was für den ein oder anderen -auch für uns- anfangs seltsam erscheinen mag. Auch hier steht deshalb das Tippgefühl im Vordergrund, während die kompakten Maße eine klare Ausrichtung hin zu Mobilität beschreiben. Deshalb ist sie mit jedem Tablet (auch iPad) verbindbar.

CSL wireless Slim Tastatur

Der deutsche Hersteller ist für preiswerte Computer Hardware bekannt. So sind in unserer Reihe „10 unter X“ gleich zwei Modelle von CSL beim Thema Bluetooth Maus vertreten. Die Qualität zwischen diesen beiden Modellen war sehr unterschiedlich. Rein optisch ist die kabellose Tastatur der Hannoveraner sehr ansprechend, bleibt also noch die Funktionalität zu prüfen.

Logitech K800

Mit der K800 vergleichen wir die reisefähige K380 mit einem reinen Schreibtischmodell. Wie der PC Lautsprecher Logitech G560 als Testsieger unserer entsprechenden Reihe beweist hat Logitech immer das Potential, ein maßstabsetzendes Produkt zu entwerfen. Diesen Anspruch testen wir anhand des Bluetooth Keyboards K800.

Microsoft Surface Tastatur

Klassisch. Damit lässt sich die kabellose Surface Tastatur für Windows auf Anhieb wohl am besten beschreiben. Microsoft wagt sich wenig Neues, insofern das bei einer Funktastatur überhaupt möglich ist. Deshalb sind vor allem die Ergonomie und die Verarbeitung interessant. Das erste Mal in unseren Tests haben wir das direkte Kräftemessen zwischen Apple und Microsoft.

Microsoft arbeitet mit dem Betriebssystem Windows. Für Smartphones und Tablets nutzt das Unternehmen die von Google gegründete Open Software-Plattform und das daraus entstandene System Android. Apple hingegen hat für das iPhone und iPad das hauseigene iOS und für die PCs der Kalifornier das bekannte macOS.

Die Kriterien des Bluetooth Tastaturen Tests

In den Vorstellungen der einzelnen Modelle sind die Kriterien schon angeklungen. Bei Funktastaturen sind besonders zwei Merkmale von entscheidender Bedeutung. So ist die Ergonomie eine dieser beiden Kriterien. Schließlich verbringt man viele Stunden an der kabellosen Tastatur, weshalb eine gesunde Haltung daran wichtig ist. Diese hängt ab von beispielsweise der Tastenhöhe und deren Abstand ab. Aber auch ganz besonders vom Winkel der gesamten Tastatur.

Als gleichwertiges Kriterium sehen wir das Schreibgefühl. Hier ist besonders der Begriff der „Switches“ zu nennen. Diese beschreiben den Tastenanschlag und dessen Feedback. Besonders in unserem Gaming-Tastaturen-Test war das ein ausschlaggebendes Kriterium. Sind sie also schwer zu drücken, dafür aber mit spürbarem Rückschlag? Oder sind die Tastenfelder auf eine besonders leise Arbeitsweise ausgelegt, weshalb man jedoch kaum merkt, dass man sie angeschlagen hat?

Gerade bei Bluetooth Tastaturen liefert die oftmals gewünschte Kompaktheit Anlass zur Kritik. Um die Möglichkeit der einfachen Mitnahme jedoch nicht zu sehr zu gewichten, haben wir das Kriterium Mobilität weniger als die beiden erstgenannten Punkte in das Gesamtergebnis mit einbezogen. Schließlich soll dieser Test auch denjenigen Lesern weiterhelfen, die hauptsächlich an ein und demselben Platz (z.B. im Eigenheim) damit arbeiten wollen. Zwei Bluetooth Keyboards mit Ziffernblock belegen dieses Anliegen. Dennoch ist uns bewusst, dass mehr und mehr an iPad und Tablets mit Tastaturen gearbeitet wird.

Wie fast alle Geräte sind auch kabellose Tastaturen von der Optik bestimmt. Als Technik-Fanatiker legen wir natürlich deutlich mehr Wert auf die Funktion, doch auch das Design und vor allem dessen Verarbeitung muss stimmen. Aus diesem Grund bildet diese Kombination den vierten Testpunkt unserer Reihe. Hier wird auch darauf geachtet, ob die Tastatur mit Batterie oder Akku betrieben wird. Außerdem ist die Kompatibilität mit den beiden Betriebssystemen Apple und Microsoft unter Beobachtung. Egal ob Tablet, Smartphone oder PC. Zu guter Letzt begutachten wir dann noch das Layout, das zum Beispiel auf Multimedia-Keys eingeht. Um die einzelnen Kriterien nicht zu verwischen, ist das Layout völlig unabhängig von der Mobilität. Eine größere Tastatur wird im Layout also nicht nachteilig bewertet, nur weil sie dadurch schwerer zu transportieren ist.

Anhand dieser Erläuterung ergibt sich die folgende Gewichtung der Kriterien:

  • Ergonomie (30%)
  • Schreibgefühl (30%)
  • Mobilität (15%)
  • Verarbeitung & Design (15%)
  • Layout (10%)

Ergonomie (30%)

Die Ergonomie ist schon lange ein heiß diskutiertes Thema wenn es um Tastatur und Maus geht. Bedenkt man, dass Vielschreiber an einem Tag auf bis zu 80.000 Anschläge kommen, so ist das Schwerstarbeit für die Hände. Orthopäden und andere Experten plädieren schon lange auf einen von der Mitte nach außen gedrehten Winkel der Tastenfelder. Dadurch entsteht keine Verdrehung im Unterarm. Eine dachförmige Wölbung sorgt zusätzlich für Entlastung. All diese Merkmale besitzen unsere kabellosen Tastaturen im Test nicht. Es wird offensichtlich mehr Wert auf Mobilität gelegt.

Betrachten wir zuerst die komplette Form der Bluetooth Keyboards so drängen sich die Microsoft Surface Tastatur für Windows und vor allem die Logitech K800 in den Vordergrund. Diese sind aufgrund ihrer Größe etwas angenehmer für die Handgelenke. Die Hände müssen nicht ganz so nah aneinanderrücken, um die Tasten zu bedienen. Das verhindert einen noch steileren Winkel der Handgelenke in Richtung Ellenbogen und ermöglicht so ein wenig mehr Entlastung. Zudem besitzt die K800 eine kleine Bank für die Handgelenke, wodurch diese nicht dauerhaft unter Anspannung stehen. Dennoch muss jedem klar sein, dass all unsere Testprodukte entfernt von einer ergonomischen Bauweise sind. Umgekehrt ist das mobile Arbeiten an Smartphone, iPad oder Tablet mit den beiden genannten Modellen aufgrund der Größe nur schwer möglich.

Des Weiteren sind die Abstände und die Höhe der einzelnen Bedienfelder für die Ergonomie ausschlaggebend, da tiefe Ausführungen mehr Arbeit der Finger verlangen. Das ist auf Dauer anstrengender. Die drei bisher nicht genannten Tastaturen, die Logitech K380, das Apple Magic Keyboard und die wireless Slim Tastatur sind insgesamt sehr kompakt designed. Damit geht einher, dass die Bedienfelder sowohl eng beieinander, als auch sehr flach sind. Unsere Messungen ergaben einen Tasten-Mittelpunkt-Abstand bei vier der fünf Tastaturen von 19 Millimetern. Wie unschwer zu erkennen, ist das der Standard-Wert. Die K380 hat sogar nur 18 Millimeter Tasten-Mittelpunkt-Abstand, was der unergonomischste Wert ist und wohl auf die runde Ausführung zurückzuführen ist. Bleibt also noch die Tastenhöhe zu bestimmen. Auch hier hat die K800 mit 2,5 Millimetern die Nase vor der Microsoft Surface Tastatur mit 2 Millimetern. Schlusslicht ist das Apple Magic Keyboard, das nur eine Höhe von 1 Millimeter aufweist. Die K380 und die CSL liegen mit 1,5 Millimetern dazwischen.

Schreibgefühl (30%)

Um das Schreibgefühl bewerten zu können, müssen zuvor ein paar Begriffe eingeführt werden. Die Switches wurden bereits in der Einleitung angerissen. Hauptsächlich unterscheidet man einhergehend mit diesem Ausdruck mechanische und Rubberdome-Tastaturen. Mechanische Modelle besitzen eine Art Übersetzung jeder einzelnen Taste, während Rubberdome-Modelle über eine Gummimatte die Anschläge registriert. Das birgt verschiedene Vor- und Nachteile. Bei mechanischen Switches merkt man deutlich, wenn die Taste am untersten Punkt angekommen ist und damit angeschlagen wird. Mechanische Tastaturen haben einen längeren Anschlags-Weg, außerdem ist das Feedback viel deutlicher spürbar. Die Tasten „schießen“ also wahrnehmbarer in deren Ausgangsposition zurück. Diese Art von Tastatur wird vor allem im Gaming-Bereich eingesetzt, wie wir in unserem „10 unter X“ zum Thema Gaming-Tastaturen beschrieben haben. Du bist Gamer? Dann schau doch auch mal bei unserem Test von Gaming-Headsets vorbei.

Alle kabellosen Tastaturen in diesem Test sind mit der Rubberdome-Technik ausgestattet. Das hat zur Folge, dass das Schreibgefühl nicht ganz so klar und deutlich ist. An dieser Stelle füge ich jedoch hinzu, dass mehr und mehr Vielschreiber eine solche Tastatur bevorzugen, da sie leiser und schneller anzuschlagen ist. Rein technisch sind mechanische Tastaturen den Rubberdomes jedoch weit überlegen, da sie robuster, ressonanzkräftiger und langlebiger sind. Gerade bei Bluetooth Tastaturen sind diese Kriterien jedoch eher zweitrangig, da auch die Mobilität eine Rolle spielt.

Apple nutzt bei dem Magic Keyboard die vom MacBook bekannten Butterfly Switches. Während die Übersetzung auch über die Gummimatte funktioniert versuchen die Kalifornier über eine scherenähnliche Kunststoff-Konstruktion das Tippgefühl etwas an die mechanischen Modelle anzulehnen, ohne dabei höhere Tasten nutzen zu müssen. Das Feedback ist dadurch ein wenig stärker. Für mich unterscheidet es sich jedoch nicht erheblich von dem der K380, auch wenn das Modell mit den runden Feldern durch genau diesen optischen Clou gewöhnungsbedürftig im Antippen ist. Generell ist das CSL Bluetooth Keyboard am schlechtesten aufgestellt. Das Feedback und das Schreibgefühl sind am schwächsten. Außerdem gibt das Material bei stärkerem Anschlagen der Tasten nach, was nicht gerade von hoher Qualität zeugt. Das ist auch bei der K380 festzustellen, weshalb sich Apple hier mit der Aluminium-Hülle absetzt. Die Microsoft Bluetooth Tastatur kann sich durch die etwas höheren Tasten retten. Das Feedback ist nämlich ebenfalls eher stumpf, doch die Höhe der Tasten lässt das Gefühl einer annehmbaren Ressonanz entstehen. Die K800 hat im Vergleich zur Surface Tastatur ein angenehmeres Schreibgefühl, weshalb sie sich direkt hinter dem Magic Keyboard platziert.

Die Tasten der K800 sind mit 3 Millimetern zwar am höchsten, doch das revidiert nicht das sehr enge Zusammenliegen. Bei unserem Test ist es immer wieder passiert, dass auch ungewollt Tasten angeschlagen wurden. Daran kann man sich zwar gewöhnen, doch ein so enges Layout funktioniert für uns nur bei Tasten, die höher als einen halben Zentimeter sind.

Anzumerken ist zudem für Excel-Experten oder andere Pfeiltasten-Nutzer, dass die K380, die CSL und das Magic Keyboard kleine Pfeiltasten besitzen. Auch das ist Gewöhnungssache, doch rein objektiv betrachtet ist das gegenüber den anderen beiden Modellen nachteilig. Die Enter- und Multi-Funktions-Tasten der K380 und der slim Tastatur sind ebenfalls etwas kleiner als die der Konkurrenz.

Mobilität (15%)

Bluetooth Tastaturen stehen für Flexibilität und Mobilität. So können sie nicht nur innerhalb eines Raumes sehr praktisch sein, sondern auch auf Reisen, im Zug oder im Flugzeug. Hierfür achten wir besonders auf die Maße, wobei je kleiner desto besser ist. In diesem Kriterium gibt es einen klaren Sieger. So ist das Apple Magic Keyboard sehr kompakt mit den Maßen 27,5 cm Breite x 11,5 cm Tiefe x 1 cm Höhe. Die K380 folgt dem Mobilitäts-Anspruch und kommt auf 27,8 x 12,3 x 1,5 cm. Sie ist also ein klein wenig „größer“. Auch die slim Bluetooth Tastatur kommt in diesen Bereich und weist die Werte 28,5 x 13,5 x 2 cm auf. Völlig abgeschlagen sind die Micrsoft Surface Tastatur (42,3 x 11,1 x 1,7 cm) und die K800 (45 x 19,5 x 2,7 cm). Das ist auf das Nummern-Pad zurückzuführen, wobei die K800 zusätzlich noch über die ergonomischen Handgelenks-Bänke verfügt.

Im Gewicht beherrscht ebenfalls das Apple Magic Keyboard das Feld. Mit 230 Gramm ist das Gewicht wirklich beachtlich leicht. Mit 340 Gramm belegt die CSL slim Wireless Tastatur Platz 2. Überraschend und in der Relation damit am besten ist die Microsoft Surface Tastatur. Diese ist mit 420 Gramm überzeugend auf Platz 3. Während die Logitech K380 mit 430 Gramm vergleichsweise schwer für ihre Größe ist, ist die etwas größere K800 nicht wirklich unerwartet auf dem letzten Platz. 960 Gramm lässt sie mehr als viermal so viel wiegen wie das Apple Bluetooth Keyboard.

Bei der Reichweite sind alle Tastaturen der Bluetooth Klasse 2 zugeordnet. Dies beschriebt eine maximale Reichweite von 10 Metern. Das Apple Magic Keyboard schaffte ungeachtet dessen eine Reichweite von 14 Metern. Unser Testszenario hatte jedoch keinerlei Hindernisse wie Wände oder Türen. Die Microsoft Surface Tastatur kam auf eine Entfernung von 12 Metern, was ebenfalls sehr stark ist. Eine Nutzung der maximalen Reichweite hat sowieso keine realistische Anwendung: Wir mussten wir zu zweit sein, um diesen Test durchzuführen. Das beweist, dass es eigentlich nie zum Tragen kommt. Der Wissenschaftlichkeit dienlich müssen trotzdem die CSL, die K380 und die K800 genannt werden, die allesamt über 20 Meter (!) Reichweite besitzen.

Ein weiterer, sehr wichtiger Kritikpunkt ist die Energieversorgung der Funktastaturen. So werden die Logitech K380, die Slim und das Microsoft Modell von jeweils 2 AAA-Batterien betrieben. Das Magic Keyboard und die K800 von Logitech sind akkubetrieben. Das hat Vor- und Nachteile was die Mobilität anbelangt. So ist ein Aufladen der Tastatur immer dann unpraktisch, wenn es unterwegs keine Möglichkeit dafür gibt. Das ist ein Nachteil. Insgesamt betrachtet sehe ich jedoch einen Akku als sinnvoller an, da dies das lästige Kaufen, Tauschen und Aufladen der Batterien erspart. Objektiv betrachtet werten wir in diesem Bereich die Batterie-Modelle jedoch als bessere Variante.

Bei der versprochenen Laufzeit ist ein Wechseln nämlich nur selten notwendig. Das Messen dieses Kriteriums ist jedoch sehr schwer gewesen. Alle Hersteller versprechen eine Laufzeit von mindestens zwei Monaten. Natürlich kommt es auf den täglichen Gebrauch an. Wir haben uns an 4 Stunden am Tag orientiert und manchmal (wie im echten Leben vermutlich auch) die Tastaturen über Nacht nicht ausgemacht. Dank des Energiespar-Modus, in den jedes unserer Bluetooth Keyboards nach einer gewissen Zeit geht, wurde das Versprechen von jeder Tastatur gehalten. Insofern können wir mindestens 8 Wochen als Laufzeit bestätigen. Jedoch vergeben wir hierauf keine Punkte, da dies nicht zu 100 Prozent verifiziert werden kann. Logitech beispielsweise verspricht 24 Monate Batterie-Laufzeit (ihr seht uns hoffentlich nach, das nicht voll und ganz testen zu können).

Verarbeitung & Design (10%)

Bei der Verarbeitung achten wir besonders auf das Material des Gehäuses und ob eine Hintergrundbeleuchtung der Buchstaben möglich ist. Außerdem gehen wir auf die koppelbaren Betriebssysteme ein. Bezugnehmend auf den letzten Punkt ist die Logitech K800 nur für Microsoft ausgelegt. Außerdem benötigt sie einen Unifying Stick. Das finde ich weder zeitgemäß, noch praktisch. So belegt der Unifying Stick immer einen USB-Port des PCs. Muss man die Tastatur dazu noch laden so sind gleich zwei USB-Anschlüsse belegt. Dies ist ansonsten nur bei der CSL noch zu finden. Hier ist der Unifying Stick im Gehäuse zu verstauen, wenigstens etwas. An der unpraktischen Ausführung ändert sich dennoch nichts. Ein großes dadurch entstehendes Manko ist außerdem, dass tragbare Devices nicht damit verbunden werden können (manche Android Modelle, wie das Microsoft Surface, sind davon ausgenommen, da sie einen USB-Port besitzen).

Doch zurück zu den Betriebssystemen. Beim Apple Magic Keyboard ist es klar: Lediglich Apple Devices können mit der kabellosen Tastatur bedient werden. In übertragenem Sinne gilt das auch für die Microsoft Surface Tastatur und Windows, beziehungsweise Android. Die CSL wireless Slim Tastatur funktioniert ebenfalls nur auf Windows, wodurch sich die K380 von Logitech hier in den Vordergrund drängt. Sie ist das einzige Modell, das auf beiden Betriebssystemen einwandfrei funktioniert. Sie kann also iPad, Apple TVs oder Android Tablets und Smartphones, etc. bedienen (leider hat sie auf unserem MacBook Pro ’13 mit macOS 10.13.6 nicht funktioniert, das hat die Euphorie etwas gebremst). Hier ist zudem ein besonderes Merkmal der K380 zu nennen. Sie hat drei Bluetooth-Tasten, wodurch mit nur einem Knopfdruck zwischen drei gleichzeitig verbundenen Geräten gewechselt werden kann. Eine sehr gelungene Funktion.

In Sachen Material sind alle Tastaturen relativ robust und es gibt keinerlei Grund zur Beanstandung. Bis auf das Magic Keyboard bestehen alle Produkte zu 100 Prozent aus Kunststoff, was dann doch zu Kritik führt. Die K380 und die wireless Slim geben etwas nach beim Schreiben. Die Funktastatur von Apple setzt sich mit einem Aluminium-Gehäuse somit von der Konkurrenz ab. Gerade bei Bluetooth Tastaturen ist das eine Ausnahme. Die Verarbeitung ist jedoch durchweg gut und mit einer hohen Qualität verbunden. Hervorzuheben ist die K800, da sie sich durch den ergonomischen Rahmen von den anderen unterscheidet. Außerdem ist sie die einzige Tastatur in unserem Test, die eine Hintergrundbeleuchtung hat. Das verschafft ihr einen wertvollen Vorteil in diesem Bereich.

Ansprechendes Design liegt immer im Auge des Betrachters. Insofern nennen wir im Folgenden nur Auffälligkeiten, die entsprechend subjektiv abgewogen werden können. Als erstes wäre hier das runde Tastendesign der Logitech K380 zu nennen. Das verringert zwar den Tasten-Mittelpunkt-Abstand, sorgt jedoch für ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Test. Das abgerundete Ende der CSL ist zwar nicht neu, jedoch eine gute Lösung für das Unterbringen der Batterien. Über das Design des Apple Magic Keyboards muss wenig gesprochen werden. Im gewohnten Stil der Steve-Jobs-Firma präsentiert sich die Funktastatur in einer Kombination aus edlem Aluminium-Look und weißen Bedienfeldern. Die Linie zieht sich auch bei Tablets durch, wie unser großer Tablet-Vergleich zeigt. Der Microsoft Surface Tastatur steht die graue Optik, während ich persönlich das Design der Logitech K800 als zu gewöhnlich empfinde.

Layout (10%)

Es wurde in der Einleitung bereits erwähnt, dass das Layout auch mit den zu bewältigenden Arbeiten zusammenhängt. So sehnen sich viele schon seit langer Zeit bei der Bluetooth-Variante von Apple nach einem Nummern-Pad. In der hier getesteten Version ist solch ein Modell auch erhältlich. Wir haben uns jedoch für die kompaktere Variante entschieden. Diese erschien uns in Sachen Maße und vor allem auch Gewicht durchaus interessanter. Beginnen wir also mit den beiden platzeinnehmenden Modellen unserer Testreihe. Das Microsoft Surface Modell besteht mit Bravour. So sind ein Ziffernblock vorhanden und Enter, Shift, etc. sind in Standardgröße. Die Media-Keys sind mit den F-Tasten kombiniert, was in unseren Augen völlig legitim ist. Schließlich werden die F-Funktionen von den meisten Nutzern eher selten verwendet und erst Recht nicht zeitgleich mit Media-Keys. Genau dasselbe gilt für die Logitech K800. Auch hier sind neben dem Ziffernblock die Tasten „Einfügen“, „Entfernen“ und so weiter vorhanden. Außerdem lassen sich Schnellwahl-Tasten für Taschenrechner oder die Suche finden.

Die Logitech K380 kombiniert gelungen das Spagat zwischen macOS und Windows. So ist die „alt“-Taste zugleich auch mit dem „cmd“-Befehl beschriftet. Die Media-Keys sind ebenfalls auf F1 bis F12 zu finden. Ein Nummern-Pad fehlt jedoch. Hier wurde der Wert auf die Mobilität gelegt. Dasselbe gilt für die Apple Tastatur. Mit 77 Tasten ist sie das Bluetooth Keyboard mit den wenigsten Bedienfeldern. Es ist auf dem noch so kleinsten Tisch also Platz für eine Maus. Da alles auf macOS und iOS abgestimmt ist, ist das aber nur formell zu erwähnen. Wie die CSL Tastatur besitzt auch das Magic Keyboard verkleinerte Bedienfelder, das nicht jedem auf Anhieb gefällt. So sind die Pfeiltasten und vor allem auch Enter etwas kleiner. Anders als bei unserem Test der Gaming Keyboards sind keine weiteren Besonderheiten festzustellen. Höchstens die Tastensperre per Knopfdruck bei der Microsoft Surface Tastatur kann man wohlwollend nennen.

Fazit zum Bluetooth Tastaturen Test

Es ist eine Frage des Einsatzes. Ein Gerät für alle Arbeitsbereiche gibt es leider nicht. So sind die kompakten Varianten vor allem für Reisende geeignet, während für andere ein Modell mit Nummern-Pad nicht verzichtbar ist. Wer höchste Flexibilität- sowohl in Sachen Mobilität, als auch Betriebssystem- sucht, der ist mit der K380 von Logitech sehr gut beraten. Im Testbereich Ergonomie zwar Schlusslicht, doch sehr vielfältig einsetzbar. Wer genau solch eine kabellose Tastatur mit ergonomischer Anpassung sucht, dem wird die größere Version von Logitech, die K800, gefallen. Apple-Liebhaber werden ihre Entscheidung bereits nach den ersten Sätzen gefällt haben und tendieren natürlich zum Magic Keyboard. Das ist sehr stylisch, in den Funktionen jedoch auf das Minimalste beschränkt (Media-Keys gehören mittlerweile ja zum Standard dazu). Dennoch sind Verarbeitung und Schreibgefühl sehr gut. Diese Ansichtsweise bestätigt sich durch das Testergebnis.

Die Bluetooth Tastaturen der beiden PC-Hersteller Apple und Microsoft funktionieren mit dem jeweiligen Betriebssystem einfach am besten. Die CSL wireless Slim ist für Windowsnutzer eine tolle Alternative. Natürlich kann auch der niedrige Preis der CSL Tastatur ein ausschlaggebender Punkt sein. Festzuhalten ist, dass kein Modell herausragt. Jeder Testbereich wird in unterschiedlicher Gewichtung von verschiedenen Produkten dominiert. Um euch eine leichtere Auswahl zu ermöglichen, haben wir helfende Fragen beantwortet.

Apropos: Sollten Fragen zu den Produkten bestehen, egal in welcher Hinsicht, immer raus damit. Postet sie hier in den Kommentaren und wir stehen euch gerne mit einer Antwort zur Seite. Ansonsten wünschen wir frohes Tippen!

Ich brauche meine Tastatur nur am Arbeitsplatz, bin aber von den Kabeln genervt?

Die Logitech K800 überzeugt mit der ergonomischsten Bauweise und sie besitzt zudem das größte Layout.

Ich habe ein Android Smartphone, einen iMac & ein iPad. Welche Tastatur ist für verschiedene Geräte ratsam?

In diesem Fall kann es nur die Logitech K380 sein. In unserem Test kann nur sie Windows, Android, iOS und macOS bedienen. Und das sogar über drei steuerbare Kanäle per Knopfdruck!

Mein Arbeitsplatz soll stylisch aussehen. Die Funktionen sind zweitrangig.

Dann ist es wohl das Magic Keyboard von Apple. Für Windows-Nutzer kann man die Surface Tastatur empfehlen. Beide haben optisch klare Reize. Mit der richtigen Maus wird der Schreibtisch zum Blickfang.

Ich schreibe sehr viel. Was ist am besten geeignet?

In Sachen Ergonomie empfiehlt sich wie gesagt die K800 für Microsoft und Android. Ein schöneres Schreibgefühl gibt nur die Magic Tastatur von Apple aufgrund der Butterfly Switches.

Ich transportiere die Tastatur in meiner Aktentasche.

Dann sollte es die CSL wireless Slim Tastatur sein. Leicht und kompakt. Für Apple Geräte wie iPhone, iPad und Mac kann man wieder das Magic Keyboard für empfehlen.

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