Kodak KPM-210B

Kodak ist ein Idealbeispiel für gescheitertes Management. 1991 erzielte das US-amerikanische Unternehmen einen Umsatz von 19,1 Milliarden US-Dollar. Während des Übergangs von Analogfilmen zu digitalen Kamera verpasste es Kodak mit attraktiven Produkten ihre Vorreiterposition zu verteidigen. Nach dem Verkauf von beinahe allen Kerngeschäften fungiert Kodak heute noch als Hersteller von Druckern und Einwegkameras. In dieser Fotodrucker Review finden wir heraus ob der Kodak KPM-210B mehr zu bieten hat als einen ehemals großen Namen.

Der Kodak KPM-210B ist ein mobiler Fotodrucker mit guter Bildqualität. Lediglich der Preis pro Bild fällt wirklich negativ ins Gewicht.

Kodak Mini-Mobil...
  • optical_sensor_resolution; 1.0 megapixels

Edles Design

Der KPM-210B kommt im schwarzen Look mit einem goldenen Streifen auf der Oberseite. Das Gerät besteht aus Plastik und fühlt sich nicht besonders hochwertig an. Dafür klappert nichts und der Drucker wirkt stabil. Mit 269 Gramm ist der Kodak Photo Printer Mini gut 80 Gramm schwerer als die direkte Konkurrenz. Mit Maßen von 2,5 cm in der Höhe, 7,7 cm in der Breite und 15,3 cm in der Länge ist er auch deutlich größer. Hier wird es in Sachen Mobilität schon grenzwertig. Zum Vergleich, der KPM ist beinahe genauso lang und breit wie ein Huawei Nexus 6P, aber gut vier Mal so dick.

Oben befindet sich der NFC Chip zur Verbindung mit eurem Smartphone. Zusätzlich dazu liegen hier die Status LEDs für Power und Batterie. Außen hinten liegt der Power Button, rechts davon der USB Port zum Laden sowie die Reset Öffnung. Gegenüber davon befindet sich die Drucköffnung. Vorne befindet sich die Klappe zum Wechseln der Patrone. Die ist interessant weil sie Tinte und Papier in einem Einschub verbindet. Eine Patrone reicht für 10 Bilder, ein Paket mit fünf Patronen kostet 29€. Wir sprechen also von 0,58€ pro Bild. Das ist akzeptabel, aber sicher nicht günstig. 

Gewusst wie

Der KPM-210B nutzt die App Kodak Photo Printer um Fotos zu drucken. Die erste Einrichtung erwies sich als etwas kompliziert. Die Verbindung zum Drucker ist via NFC oder via WiFi möglich. Falls euer Smartphone NFC unterstützt solltet ihr darauf zurückgreifen. Da keine zwei WiFi Verbindungen gleichzeitig hergestellt werden können und der Drucker keine Internetverbindung hat ließ sich bei der Verbindung übers WLAN kein Firmware Update herunterladen. Über NFC funktioniert das Ganze aber problemlos. Einfach den Drucker anschalten, die App öffnen und das Handy auf den Drucker legen. Nach einigen Sekunden sollte in der linken, oberen Ecke mit einem grünen Kreis signalisiert werden, dass der Drucker verbunden ist. 

Insgesamt ist die App gut designed und übersichtlich. Oben befindet sich die genannte Statusleiste, rechts daneben Info und Hilfe Buttons. Unten befinden sich die verschiedenen Quellen aus denen ihr wählen könnt. Beispielsweise lassen sich Bilder aus der Galerie auswählen oder direkt neue mit der Kamera anfertigen. Zusätzlich ist es möglich Standbilder aus Videos auszuwählen und zu drucken. Das funktioniert gut, lässt sich aber nicht frame by frame einstellen. Mithilfe der Navigationstasten kann aber einige Bilder vor- und zurückgespult werden um so nah wie möglich an das gewünschte Bild zu kommen. Der Punkt Bildersuche öffnet Google und lässt euch nach Motiven im Internet suchen. Ein langes Drücken auf das gewünschte Bild reicht aus um den Druckvorgang zu starten.

Wer sein Bild gewählt hat, kann danach noch weitere Anpassungen vornehmen. Beispielsweise gibt es einen speziellen Modus um Passbilder zu drucken. Auch Collagen sind möglich. Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe lassen sich im Tab „Anpassen“ einstellen. Natürlich gibt es auch Filter die den Farbton der Bilder verändern. Unter dem Tab „Vorlagen“ gibt es sogar Templates die genutzt werden können um beispielsweise eine Visiten- oder Weihnachtskarte zu drucken. Das gefällt uns und funktioniert außerordentlich gut. Auch das Skalieren der Bilder innerhalb der Vorlagen ist einfach und geht gut von der Hand. Im Tab „Verzieren“ gibt es die Möglichkeit Sticker, Text und Freihandzeichnungen einzufügen. Insgesamt gefällt uns Kodaks Software gut.

Ordentlicher Druck für Amateure

Der Kodak KPM-210B druckt im Format 8,5 cm x 5,5 cm. Er druckt dabei im Schichtverfahren. Zuerst wird die gelbe Farbe aufgetragen, daraufhin Magenta und dann Cyan. Letztlich wird eine Glanzschicht aufgetragen. Währenddessen wird der Druck mehrfach ein- und ausgezogen. Der gesamte Vorgang dauert ca. 1 1/2 Minuten. Um die Druckqualität genau zu testen verwenden wir dasselbe Testbild mit allen Druckern. Es beinhaltet sogenannte Scanlines, einen Farbverlauf von Schwarz nach Weiß, ein hochauflösendes Bild unserer letzten Testreihe und ein Bild von Til Schweiger. Til Schweiger ist mit großem Abstand der beste Schauspieler Deutschlands und sollte den Druckern daher alles abverlangen.

Wir sind der Meinung, dass die Druckqualität des KPM in Ordnung geht. Gerade mit den Scanlines und deren genauen Abbildung sind wir zufrieden. Die einzelnen Linien sind deutlich gedruckt und der Abstand dazwischen nicht beeinflusst. Der Farbverlauf weißt Schlieren auf und ist leicht gestreift. Die Farben in der Mitte des Bildes sind relativ akkurat gedruckt. Das Bild unseres Gaming Headsets sieht gut aus. Auch die kleinen Details wie das Bienenwabenmuster am Kopfhörer sind noch erkennbar. Til Schweiger sieht fantastisch aus. Mit dem KPM-210B lässt sich kein hochwertiger Fotodruck anfertigen. Für Schnappschüsse und Bilder von Freunden ist das Gerät aber zu gebrauchen.

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  • optical_sensor_resolution; 1.0 megapixels

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