Kino wird sich wieder lohnen!

Geschlossener Kino Vorhang

Kinobesuche haben sich in den letzten Jahren enorm in der Kostspieligkeit gesteigert. Was bei der Jahrtausendwende noch 5 Mark waren, sind heute mal schnell knapp 15€. Ich will allerdings nicht zu sehr wie die ältere Generation klingen- natürlich sind dabei auch Features mitinbegriffen, die es zu Mark-Preisen noch nicht gab. 3D beispielsweise oder das neue Dolby Atmos, das mit unfassbar klarem 360-Grad-Sound jeden Kinobesuch aufwertet. Für meinen Geschmack lohnen sich aber auch genau deswegen nur noch bestimmte Filme im Kino. Aktuell fällt mir da zum Beispiel „John Wick 2“ ein oder „The Fast and the Furious 8“. „Lommbock“ oder „La La Land“ sind mir keine 15€ wert. Und das meine ich komplett unabhängig vom eigentlichen Inhalt der einzelnen Filme, „La La Land“ muss als sechsfach prämierter Oscar-Film offensichtlich was zu bieten haben. Nein, mir geht es mehr um die Art von Film. „La La Land“, ohne Actionszenen oder 3D-Effekten genieße ich diesen Film lieber vorm Fernseher. Samsung stellte jetzt auf der „CinemaCon 2017“ in Las Vegas einen Bildschirm vor, der diese Einstellung womöglich bald wieder ändern wird. „4K-LED“ lässt Interessierte nicht lange raten. Gestochen scharf und zehn mal heller als zuvor soll Kino (fast) unabhängig vom Film wieder zum Erlebnis werden.

HDR als Konkurrenz für Projektoren

Dabei sind die hohe Auflösung und die Helligkeit nicht alleine das Merkmal der möglichen Kinorevolution von Samsung. Der Bildschirm selbst stellt eine Attraktion dar, denn es wird durch ihn kein Projektor mehr nötig sein. Ausgestattet mit HDR sollen bisher nie dagewesene Kinobilder gezeigt werden können.

HDR steht für „High Dynamic Range“. HDR-Bilder bestechen durch ein digitales Bild, das große Helligkeitsunterschiede detailreich wiedergibt. Wichtig bei der Umsetzung sind Grafikkarten, die ein hohes „Rendering“ ermöglichen, also Ränder zwischen Objekten klar und deutlich ziehen können um das Bild insgesamt schärfer darzustellen.

Samsung Electronics America äußerte sich wie folgt zu dem neuen „High Dynamic Range LED-Theater-Display“: „Diese Technologie bringt eine hochwertige Bildqualität in die Kinosäle, die den Zuschauer glauben lässt, in jeder Szene direkt Teil des Geschehens zu sein“. Damit liegt die amerikanische Niederlassung des südkoreanischen Unternehmens vermutlich nicht ganz falsch. Die technischen Informationen zu dem Screen sind beeindruckend, auch ohne dass man das Bild schon live gesehen hat.

Die Daten

Der Bildschirm liefert ein ultrahochauflösendes 4K-Bild (4.096 x 2.160 Pixel). Ausgestattet mir der hauseigenen „direct-LIT“-Technologie und HDR sollen Kontrastwerte erreichbar sein, die rund zehnmal höher liegen als bei den bisher dagewesenen Kinoprojektoren. Auch die Helligkeit soll so schnell nicht nachzuahmen sein. Samsung spricht von 146 Foot-lambert (fL). Auch wenn man mit Foot-lambert vermutlich nicht so viel anzufangen weiß, reicht der Vergleich mit einem normalen Kinoscreen aus. Die Helligkeit des zuletzt Genannten beträgt nämlich nur 14 fL.

Einen Nachteil hat das High Dynamic Range LED-Theater-Display allerdings bei der Größe. Auch wenn es nicht immer auf die Größe ankommt, ist die Breite von rund 10,4 Metern relativ klein. Herkömmliche Leinwände der Projektorenkonkurrenz sind im Schnitt zwischen 13,7 und 19,8 Meter breit. Trotzdem kann man der Idee nichts absprechen. Heller und schärfer, das klingt auch bei vergleichsweise kleineren Maßen ziemlich gut, finde ich.

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