Men­schen mit einer kör­per­li­chen oder geis­ti­gen Behin­de­rung pro­fi­tie­ren mehr und mehr von moder­ner Tech­nik. So ist nicht zuletzt Siri ein guter Anfang gewe­sen. Schließ­lich wer­den durch Sprach­steue­rung gene­rell seh­be­hin­derte Men­schen so unter­stützt, dass Anrufe ohne Blick auf den Dis­play getä­tigt wer­den kön­nen. Doch die Tech­nik ist natür­lich zu weit mehr fähig als nur“ zur Steue­rung durch Spra­che. Wodurch pro­fi­tiert wer­den kann und wel­che Mar­ken sol­che Ange­bote zur Ver­fü­gung stel­len haben wir genauer recher­chiert und lis­ten die momen­tan auf­fäl­ligs­ten Pro­dukte auf.

Das Bei­spiel David Plummer

Der 39-jäh­rige Brite und Natur­fo­to­graf David Plum­mer lei­det an der Par­kin­son-Krank­heit. Diese bis­her unheil­bare neu­ro­de­ge­ne­ra­tive Krank­heit ist bei­spiels­weise durch Muham­mad Ali, George W. H. Bush oder auch Robin Wil­liams bekannt. David Plum­mer ist ein bekann­ter Natur­fo­to­graf. Und das war er auch schon vor der Krank­heits-Dia­gnose. Sein Blick für Situa­tion, Licht und Win­kel sind einzigartig.

Doch nun, da sein Kör­per unge­wollt und unauf­hör­lich zit­tert ist Foto­gra­fie­ren nur noch sehr schwer mög­lich. Den­noch las­sen sich immer wie­der beein­dru­ckende Bil­der des Man­nes in sozia­len Netz­wer­ken fin­den. Wie macht er das? Die Tech­nik hat ihm hier­bei gehol­fen. Hua­weis P20 Pro ist mit einer so star­ken künst­li­chen Intel­li­genz aus­ge­stat­tet, dass diese die Bewe­gun­gen der Hand ana­ly­siert und das Bild anhand die­ses Mus­ters sta­bi­li­siert. Dadurch wird der Ghost-Effekt aus den Bil­dern ein­fach wie weg­ra­diert und Men­schen wie Plum­mer kön­nen wei­ter­hin unge­stört ihrem Hobby nach­ge­hen: Dank der moder­nen Tech­nik gibt es Momente, in denen ich Par­kin­son ein­fach vergesse.“

Auch gesun­der Schlaf kann geför­dert werden

Lange Zeit war die Schlaf-For­schung ein gro­ßes Gebiet der Wis­sen­schaft. Das ist heut­zu­tage zwar nicht anders, doch die Erkennt­nisse über einen gesun­den Schlaf sind enorm gestie­gen. Nicht zuletzt durch das Tra­cken von Bewe­gun­gen im Schlaf. Dadurch kann fest­ge­stellt wer­den wann eine Per­son tief schläft, sich in einer soge­nann­ten NREM-Phase (Non rapid Eye Move­ment) befin­det. Ist ein Mus­ter des Schla­fes auf­ge­zeich­net kann ein pas­sen­des Gad­get ermit­teln, wann es am klügs­ten ist ins Bett zu gehen.

Solch ein Tool stellt Nokia. Nokia Sleep“, eine kleine Schlaf­matte mit Kabel, unge­fähr so groß wie ein DIN A4-Papier. Es zeich­net die Bewe­gun­gen im Schlaf auf und kann dadurch genau ana­ly­sie­ren wann für die Per­son stan­dard­mä­ßig der Tief­schlaf ein­setzt und wann nicht. Ent­spre­chend emp­fiehlt es kurz vor einer sol­chen Tief­schlaf­phase ins Bett zu gehen, um ent­spre­chend direkt schla­fen zu kön­nen. Als Zusatz ist zudem noch mög­lich, dass beim Auf­ste­hen die Kaf­fee-Maschine ange­schal­tet wird, das aber nur als kleine Randinformation.

Dot Watch

Eines der schöns­ten und zugleich sinn­volls­ten Gad­gets in die­sem Bereich ist die Dot Watch. Die Smart Watch ver­fügt nicht über einen klei­nen Touch­screen, son­dern besitzt 30 kleine Blin­den-Punkte, die je nach Bedarf ein- oder aus­ge­fah­ren wer­den kön­nen. Das ermög­licht blin­den Men­schen nicht nur die Uhr­zeit zu lesen, son­dern auch dar­über zu kom­mu­ni­zie­ren. Vibra­tion infor­miert über Anrufe.

Die Dot Watch kann per Blue­tooth mit dem Handy gekop­pelt wer­den und zeigt dadurch sogar Nach­rich­ten an. Das Geniale: Die tech­ni­sche Schnitt­stelle wird von dem Her­stel­ler offen­ge­legt. Und wie wir es von Open Source Pro­gram­men wie Wor­d­Press ken­nen bin ich mir sicher, dass dadurch eine unglaub­li­che Leis­tung aus der eigent­lich so ein­fa­chen Erfin­dung raus­ge­holt wird. Die Uhr soll übri­gens ca. 300 Euro kosten.

Ihr seht die Tech­nik ist nicht nur zur Unter­hal­tung da. Auch wirk­li­chen Nut­zen kann sie beson­ders behin­der­ten Men­schen geben. Eine Berei­che­rung für die Menschheit.