Maßnahmen gegen Fake News

Facebook Meldung: Hilf uns zu verstehen was passiert ist. Auswahl: Dies ist eine Falschmeldung.

Spätestens mit dem US-Wahlkampf im Jahr 2016 die Tragweite von Fake News bewusst. Dabei sind es nicht nur falsche Inhalte, sondern entsprechende Nachrichten werden auch gezielt gestreut. Facebook und Twitter haben deshalb momentan mit Vorwürfen zu kämpfen, diese massive Beeinflussung zu kontrollieren und zu korrigieren. Das Online Magazin Heat Street berichtete von einem automatischen Filter, den twitter künftig bei allen Tweets verwenden wird. Facebook wird mit externen Unternehmen Fake News auf den Grund gehen.

Twitter erteilt Zeitstrafen

Viele Fake News die von Randparteien, aber auch im Wahlkampf von Vielen als passive Beeinflussung dienen, sollen in Zukunft unterbunden werden. Twitter aktualisierte die Software des Nachrichten-Dienstes insofern, dass gewisse Schimpfworte bei mehr als einmaligem Gebrauch erkannt und gesperrt werden. Die Reichweite des Nutzers wird daraufhin für 12 Stunden auf die follower begrenzt. Ob das wirklich eine Barriere ist, die Benutzer zukünftig abhält, der eigenen Meinung in unangemessenem Maße kundzutun ist allerdings fraglich.

Es ist allerdings nicht nur der Schlagwort-Filter, der für Ordnung sagen soll. Laut Mashable verbirgt sich hinter dem einfachen Filter eine intelligentere Lösung. Das Programm vergleicht Antworten von bereits gesperrten Accounts mit anderen Nutzern. Ist eine ähnliche Reaktion dieser Nutzer zu erkennen, kann auch dieser gesperrt werden. So können auch sogenannte „multiple Accounts“ (eine E-Mail-Adresse) gleich mitgesperrt werden.

Correctiv leitet Wahrheitstestung

facebook hat einen aufwendigeren Weg zu gehen. Der Social Media Riese arbeitet mit externen Unternehmen zusammen, um gemeldeten Fake News genauer auf den Grund zu gehen und sie gegebenenfalls zu sperren. In einem Blogpost teilte facebook mit, in Deutschland sei der gemeinnützige Recherchezusammenschluss „Correctiv“ für die Zusammenarbeit ausgewählt worden zu sein. Eine Sperrung folgt bei falschen News nicht. Der entsprechende Inhalt soll mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden, der ihn als unglaubwürdig einstuft, sowie einen Link zu der Begründung der Faktenprüfer eingbindet.

Auch Focus Online steigt möglicherweise ein

Nach neusten Informationen des 17. Februars steht auch Focus Online im Gespräch eine Partnerschaft mit facebook einzugehen. Nach Spiegel-Aussagen überlegt auch Zeit Online darüber nach und die Redaktion ließ offiziell verlauten, die Option werde zur Zeit geprüft. Focus Online stand selbst schon in der Kritik, da die Bild Zeitung wegen systematischem Inhaltsdiebstahl das Portal im Januar auf Schadensersatz verklagte. Eine Imageaufbesserung wäre somit eine willkommene Gelegenheit für Focus Online. Nichtsdestotrotz sind es namhafte und qualitativ hochwertige Redaktionen, die facebook den politischen Druck langsam abnehmen können.

Ein Problem der heutigen Zeit, das noch lange nicht im Griff zu sein scheint. Doch dass daran gearbeitet wird schafft Hoffnung auf baldige Besserung!

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