Native Instruments Komplete Audio 6

Das bereits 2011 erschienene USB Audio Interface Komplete Audio 6 von Native Instruments verspricht als teuerstes Gerät unserer Testreihe erstklassige Audioqualität und eine geringe Latenz. In unserem Test in Kombination mit dem Kondensatormikrofon Røde NT2A überprüfen wir inwieweit das stimmt und ob sich NI gegen die Konkurrenz à la Focusrite Scarlett durchsetzen kann.

Das NI Komplete Audio 6 überzeugt auf ganzer Linie mit grandioser Verarbeitung und modernem Design, exzellenter Audioqualität und vielen Anschlüssen.

Native Instruments...
  • Audio-Interface mit niedriger Latenz, flexiblen...
  • Niedrige Latenzwerte für virtuelle Instrumente und Effekte
  • 4 analoge I/O, digitale I/O und MIDI I/O

Verarbeitung der Spitzenklasse

Das Komplete Audio 6 besteht aus durchweg hochwertigen Materialien. Die Vorder-, Rück- und Unterseite des Geräts sind von gebürstetem Aluminium umhüllt. An der Oberseite wurde eine dunkle Plexiglasleiste eingelassen. Die Anschlüsse, Drehregler und Knöpfe sind überaus stabil, sitzen bombenfest und lassen sich gut bedienen. Während das Aluminium sein gutes Aussehen weitestgehend beibehält ist die schwarze Plexiglasfläche leider ein absoluter Staubmagnet. Wer das tolle Design also beibehalten will muss öfters zum Lappen greifen als uns lieb ist.

An der Vorderseite des Audio Interface befinden sich zwei, getrennt regelbare, symmetrische Kombianschlüsse für XLR oder 6,3mm Klinkenstecker. Darunter befindet sich der LINE bzw. Instruments Button um zwischen Quellen mit hohem Pegel (zum Beispiel Keyboards wie das Komplete Kontrol S61 von Native Instruments) oder niedrigem Pegel (beispielweise Gitarren) zu unterscheiden. Für unser Testszenario mit einem Kondensatormikrofon spielen diese Optionen aber keine Rolle da sie nicht auf XLR Geräte angewandt werden. Daneben liegt die Lautstärkeregelung für das Monitoring (das direkte, latenzfreie Vorhören der angeschlossenen Quellen) sowie der Knopf für das Umstellen von Mono- oder Stereoquellen. An der rechten Vorderseite liegt der 6,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer und das zugehörige Lautstärkerad sowie die Quellenauswahl.

Auf der Rückseite befindet sich der Button für die Phantomspeisung sowie der USB Port, jeweils ein In und Output für MIDI-Controller wie zum Beispiel den Sequenzer Cubase, SPDIF Ein und Ausgang, die beiden Hauptausgänge zur Übertragung an Mischpulte oder Aktivlautsprecher und jeweils 2 symmetrische 6,3mm Klinkenein- und Ausgänge.

An der Oberseite befindet sich der große Lautstärkeregler für die beiden Hauptausgänge sowie allerlei, hinter einer Plexiglasscheibe eingelassene, Status LEDs. Neben In- und Output Anzeigen mit integrierter Übersteuerungswarnung weist das Interface auf aktive USB, MIDI und SPDIF Verbindungen sowie aktive Phantomspeisung hin. Außerdem wird aktiviertes Monitoring sowie die ausgewählten Quellen angezeigt. 

Unter Phantomspeisung versteht man eine Art der Spannungsversorgung von Mikrofonen. Die Gleichspannung zwischen 9V und 48V wird direkt über das XLR Kabel geliefert und macht damit Akkus oder Batterien obsolet.

Installation des Komplete Audio 6

Die Installation des Komplete Audio 6 ist kinderleicht:

  1. Verbindet das Interface über das mitgelieferte USB Kabel mit eurem PC oder Mac.
  2. An einem Windows PC müssen die aktuellen Treiber von der Native Instruments Website geladen werden. Ihr findet diese hier. Macs benötigen keine Treiber, sehr wohl könnt ihr aber unabhängig von der genutzten Plattform euer Gerät mithilfe des Device Updaters auf den neusten Stand bringen. Nach der Installation sollte die USB LED an der rechten Ecke des Komplete Audio 6 grün leuchten.
  3. Schließt jetzt euer Mikrofon mit einem XLR Kabel an einen der beiden vorderen Inputs eures Interfaces an. 
  4. Aktiviert die Phantomspeisung an der Rückseite eures Audio Interfaces. Die entsprechende LED sollte nun orange leuchten.
  5. Dreht den GAIN Regler des gewählten Inputs nach ganz links um einem Tinnitus vorzubeugen.
  6. Nun muss nur noch die Lautstärke des Mikrofons angepasst werden. Dazu muss das Gerät abgehört werden, entweder über die eingebaute Monitoringfunktion oder über das Betriebssystem. Rechtsklickt in Windows dafür in der Taskleiste rechts unten auf das Lautsprechersymbol und wählt „Aufnahmegeräte“. Wählt in der Liste, je nach gewähltem Input, zum Beispiel „Input 1/2“. Rechtsklickt darauf und wählt „Eigenschaften“. Wählt nun den zweiten Tab „Abhören“ und klickt auf den Kasten „Dieses Gerät als Wiedergabequelle verwenden“ um das Mikrofon über euer Standardwiedergabegerät hören zu können. Stell nun im Tab „Pegel“ sicher, dass selbiger auf 100% steht und dreht nun langsam den GAIN Regler eures Inputs nach rechts bis ihr eure Stimme klar und deutlich verstehen könnt. Das Interface warnt euch bei falscher Einstellung vor Übersteuerung indem die Input LED orange leuchtet. Vergesst hiernach nicht das Playback wieder zu deaktivieren.
  7. Kehrt zurück zum Aufnahmegeräte-Menü, rechtsklickt auf denselben Input und wählt : „Als Standardgerät auswählen“ und „Als Standardkommunikationsgerät auswählen“.Fertig! Eure Geräte sind jetzt verbunden, gepegelt und können für Gesangs- oder Stimmaufnahmen, zum Streamen oder zum Skypen verwendet werden.

Soundqualität ohne Einschränkungen

USB Audio Interfaces sind oftmals vielseitige Geräte die für Unmengen von Aufgaben eingesetzt werden können. Das Komplete Audio 6 sticht hier mit seiner Vielzahl von Anschlüssen besonders hervor. In unserem Soundtest verwenden wir das Interface als Aufnahmegerät für das Røde NT2A welches wir in einem gesonderten Test in Kürze genauer unter die Lupe nehmen werden. 

Das Komplete Audio 6 kann in Sachen Soundqualität ohne Probleme in höchsten Liga der Soundqualität mitspielen und eignet sich sowohl für Studio- als auch für Livesetups. Grund dafür sind die hochwertigen Cirrus Logic Wandler die verarbeitet wurden. Der Sound ist druckvoll und klar und gehört mit zu den besten im Produktfeld. Auch die versprochene geringe Latenz können wir bestätigen. Zumindest im alltäglichen Gebrauch des Mikrofons konnten wir keine nennenswerte Verzögerung feststellen. Damit eignet sich das Interface bestens für Recording Sessions auf ganz hohem Niveau.

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  • Audio-Interface mit niedriger Latenz, flexiblen...
  • Niedrige Latenzwerte für virtuelle Instrumente und Effekte
  • 4 analoge I/O, digitale I/O und MIDI I/O

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