Warum ein zukunftssicherer Gaming-PC kein Vermögen kosten sollte.

Ein PC für alle Spiele ohne Kompromisse – das ideale Preis-Leistungs-Verhältnis

Wenn man auf der Suche nach einem Gaming-PC ist, kommt es nicht selten vor, dass man bei den vorherrschenden Hardwarepreisen die Hände über den Kopf schlägt und resigniert abwinkt. Mittlerweile ist die Auswahl diesbezüglich so gigantisch, dass man als Konsument kaum noch einen Überblick darüber hat, worauf es beim Kauf eines Gaming-PCs überhaupt ankommt. Der Markt der Videospiele verzeichnet Jahr für Jahr ein stetiges Wachstum und entsprechend steigt auch die Zahl der Spielerschaft, was mit einem immer breiter werdenden Angebot an Artikeln einhergeht. Es werden neue Technologien entwickelt, die dem Spieler ein immer immersiveres Spielerlebnis bieten und Grafikträume wahr werden lassen – zu teils horrenden Preisen. Wo man sich auch umsieht, ist die Rede von High-End-Grafikkarten und Prozessoren, die absurde Leistungen aufweisen. Benchmarks und Tests, die zeigen, wie teure Komponenten die letzten Frames aus einem Spiel herausholen und dabei so viel Strom verbrauchen wie eine Waschmaschine im Schleudergang.

Doch was steckt eigentlich hinter all dem? Ist „Das Beste“ wirklich immer das Beste? Muss man seine Hardware ständig anpassen, um auch neue Grafik-Kracher wie Call of Duty oder Red Dead Redemption 2 spielen zu können? Ganz bestimmt nicht! In diesem ausführlichen Ratgeber möchten wir zeigen, dass man sich mit ein wenig Recherche und ein paar Fakten im Hinterkopf einen durchaus leistungsstarken und zukunftssicheren Gaming-PC zusammenstellen kann. Vorbei sind die Zeiten, in denen es immer gleich „der Ferrari unter den Gaming-PCs“ sein muss. Ganz besonders die erschwinglichen Mittelklassemodelle zeigen nämlich, dass die zusätzliche Leistung von High-End-Rechnern den entsprechenden Mehrpreis nicht einmal im Ansatz rechtfertigt. 

Eine Frage der Prioritäten – Auflösung vs. Framerate

Es gab mal eine Zeit, in der das Thema Auflösung und Framerate nur für absolute Hardware-Nerds interessant war – diese Zeiten sind lange vorbei. Während vor einigen Jahren noch Full HD als die allgemeingültige Auflösung galt, auf die sich jeder einigen konnte, ist es heutzutage so, dass es eine deutlich größere Varianz in den möglichen Auflösungen gibt.

Im Zeitalter von 4K und HDR gibt es durchaus noch einige Spieler, die weiterhin auf das gute alte Full HD schwören und auch nicht den Anschein machen, sich von diesem Weg abbringen lassen zu wollen. Hier liegt der Fokus der Gamer nicht auf die Optik des Spiels, sondern eher darauf, mit wie vielen Frames per Seconds (FPS) das entsprechende Spiel dargestellt wird.

Das 4K-Lager wiederum besteht zumeist aus Spielerinnen und Spielern, die besonderen Wert darauf legen, Spiele in der ultimativen Qualität zu genießen. Und inmitten dieser zwei Extreme gibt einige Spieler, die versuchen, beide Aspekte zu verbinden. WQHD bietet stabile Framerates in einer sehr ansehnlichen Auflösung und ist vor allem auf Mittelklasse Gaming PCs ideal umsetzbar.

Für Story-Fans und Casual-Gamer: Warum ein Gaming PC mit Fokus auf Auflösung und Qualität?

Seit Pong & Co. entwickeln sich Videospiele immer weiter. Die Grafik wird realistischer, der Sound immersiver und die Inszenierung muss sich schon lange nicht mehr vor der großer Blockbusterfilme verstecken. Dazu eine packende Geschichte, gut geschriebene Charaktere und eine Spielwelt, die einem den Atem raubt.

Wer es liebt, sich von einem Game in seinen Bann ziehen zu lassen, möchte dies natürlich auch in der bestmöglichen Qualität tun. „Alles auf Ultra“ ist hier die Devise! Wer allerdings alle Regler auf Anschlag und die höchstmögliche Auflösung auf seinem Monitor darstellen möchte, der benötigt gerade für moderne Games einen überaus potenten Gaming-PC. Ist es also möglich, sich einen PC für unter 1500 Euro zusammenzustellen, der aktuelle Spiele mit den höchsten Qualitätseinstellungen und der höchstmöglichen Auflösung darstellen kann? Na klar! Für ein optimales Spielerlebnis benötigt man keine Grafikkarte, die so teuer ist wie ein gebrauchter Kleinwagen – ganz im Gegenteil: Die fortschreitenden technologischen Möglichkeiten von Spieleentwicklern und Grafikkartenherstellern erlauben es mittlerweile auch Menschen mit Mittelklasse PCs, die Games in hoher Qualität zu genießen.

Mit der richtigen Hardware und den richtigen Einstellungen in den Settings kann man also problemlos auch mit einem vergleichsweise günstigen Gaming PC zukunftssicher zocken. 

Für ESportler und Core-Gamer: Warum ein Gaming PC mit Fokus auf Framerate?

Einen gänzlich anderen Ansatz verfolgen ESport-Fans und Liebhaber von Multiplayerspielen und Shootern. Ihnen kommt es nämlich weniger darauf an, dass das Spiel gut aussieht, vielmehr steht bei ihnen ein anderer Faktor im Vordergrund: Die Performance. Blitzschnelle Mausbewegungen sind nur so schnell wie das Bild, das auf dem Monitor des Spielers angezeigt wird. Garantiert die verbaute Hardware des Computers keine absolut flüssigen Bildabläufe, hat man in den Multiplayerschlachten von Call of Duty oder Valorant einen beträchtlichen Nachteil gegenüber anderen, möglicherweise besser ausgestatteten Spielern.

Hier werden die Regler, ganz im Gegensatz zu denen, die auf die Qualität des Spiels Wert legen, so weit heruntergedreht, dass das Spiel in jeder Situation mit einer stabilen Framerate von mindestens 60 Frames per Second läuft. Die von den meisten Spielern bevorzugte Auflösung ist hierbei Full HD – das Spiel wird also in 1920 x 1024 Pixeln angezeigt.

Doch lassen sich moderne Competitive-Games mit Mittelklasse Gaming PCs problemlos in Full HD und mindestens 60 FPS spielen? Ohne Weiteres. Bei der richtigen Wahl der Hardware und dem Festlegen der Prioritäten können Rechner, die nicht einmal 1100 Euro kosten, alle Games in ESports-tauglichen Framerates darstellen. 

Der gute Mittelweg für beide Fraktionen – WQHD

Wer will sich schon entscheiden, wenn der gute Mittelweg perfekt ist? Genau das denken sich auch Gamingbegeisterte, die auf WQHD setzen. Eine Auflösung, die zwischen Full HD und 4K anzusiedeln ist. WQHD bedeutet, dass die Inhalte in einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel dargestellt werden.

Mit der Nutzung von WQHD können Spiele nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch mit stabilen Framerates wiedergegeben werden. Es ist sozusagen ein Kompromiss, der weder High-End-Hardware benötigt noch in irgendeiner Weise rückständig ist.

Während Mittelklasse PCs beim Wiedergeben von 4K-Inhalten schon an ihre Grenzen stoßen und entsprechend warm werden und somit auch viel Strom verbrauchen, laufen diese PCs beim Spielen in WQHD-Qualität immer noch sehr leise und stabil. Sorgfältig und klug zusammengestellte Rechner für unter 1300 Euro sind somit wie geschaffen für diese Auflösung. Wer also die Eier legende Wollmilchsau sucht, wird mit einem Mittelklasse-PC und der WQHD-Auflösung garantiert glücklich werden. 

Nvida DLSS & AMD Fidelity FX

Im Zeitalter der sich immer weiterentwickelnden Technologien und Softwarelösungen erblicken immer wieder neue Konzepte das Licht der Welt, die das gesamte Bild, wie man es bisher kannte, auf den Kopf stellt, sodass sich neue innovative Möglichkeiten daraus entwickeln. So fragte sich der führende Grafikkartenhersteller Nvidia beispielsweise, wie man hardwarehungrige Spiele auch für Leute zugänglich machen könnte, die nicht über den besten PC verfügen. Die Idee der sogenannten KI-Rendering-Technologie war geboren. Mithilfe dieser Technik wird die Grafikleistung des Rechners mit künstlicher Intelligenz erhöht, ohne dass dafür die Hardware mehr Leistung erbringen muss. Der Name dieser bahnbrechenden Erfindung: DLSS – Deep Learning Super Sampling. Es kann die Anzahl der Frames per Second in einigen Fällen verdoppeln! Was sich zunächst wie Magie anhört, ist tatsächlich Wirklichkeit. Mittlerweile wird diese Technologie von sehr vielen Top-Games unterstützt – Tendenz steigend. 

Natürlich geht ein derartiger Durchbruch nicht an den größten Konkurrenten Nvidias, AMD, vorbei. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis der Hardwarehersteller ein nahezu identisches Konzept vorstellte. AMD Fidelity FX ist nach heutigem Stand zwar noch nicht so prominent in großen Videospielen vertreten wie die Technologie des großen Rivalen Nvida, aber man kann davon ausgehen, dass auch Besitzer von Radeon-Grafikkarten bald vermehrt in den Genuss dieser Errungenschaft kommen werden.

Gut und günstig – auf die Auswahl der Hardwarekomponenten kommt es an 

Wie die leistungsbezogene Beschaffenheit eines Computers ist, hängt natürlich maßgeblich von der verbauten Hardware ab. Vom Mainboard bis zum Netzteil sollten sämtliche Komponenten nicht nur den Anforderungen eines guten Mittelklasse-PCs entsprechen, sondern auch ideal aufeinander abgestimmt sein. Aufgrund der Tatsache, dass der Markt eine riesige Auswahl an Möglichkeiten bietet, gilt es vor der Kaufentscheidung, einmal die verschiedenen Bauteile etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und aufzuzeigen, worauf es beim Kauf der Hardware ankommt. 

Mainboard

Das Mainboard oder auch Motherboard genannt ist die Hauptplatine eines Computers. Es dient dazu, alle Komponenten zu einer Einheit zu verbinden und gleichzeitig als Grundlage für den gesamten Gaming-PC. Mainboards werden in der Regel danach ausgewählt, für welchen Prozessor man sich entscheidet. Hierbei spricht man von der Unterstützung von sogenannten Sockeln – also der Steckplatzvorrichtung für den Prozessor.

Anhand des CPU-Sockels, für den man sich entscheidet, sollte dementsprechend auch das Mainboard ausgewählt werden. Bevor man sich jedoch mit den verschiedenen Sockeln beschäftigt, gilt es zunächst herauszufinden, ob es ein AMD oder ein Intel Prozessor sein soll. Das Mainboard ist zwar ein wichtiger Bestandteil eines jeden Rechners, jedoch ist es trotzdem ein Bauteil, bei dem man direkt die ersten Euros sparen kann. Vernünftige Mittelklasse-Mainboards, die verhältnismäßig gut ausgestattet sind, gibt es bereits für unter 100 Euro.

Gerade kostenintensive Mainboard-Modelle sind oft mit Features ausgestattet, die für die meisten Gamer nicht unbedingt interessant sind. So verfügen einige der teuren Mainboards überdurchschnittlich viele Steckplätze für Hardware oder sind besonders gut für das Übertakten von Prozessoren geeignet. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-Mainboards: 80 – 169 Euro

Prozessor / CPU

Der Prozessor ist das Herzstück eines jeden Computers. Ohne CPU wird kein PC, Smartphone, Tablet oder Laptop dieser Welt laufen. Alle Prozesse, die man am PC erledigt, werden zuerst vom Prozessor verarbeitet. Wie schnell das dann letztlich geht, hängt natürlich von der potenziellen Leistung dieses Bauteils ab. Seit vielen Jahren dominieren zwei Hersteller den Markt, wenn es um Prozessoren geht: Intel & AMD. Welcher Prozessor für den jeweiligen Einsatz der beste ist, ist eigentlich nie ganz klar. Oft ist die Wahl des Herstellers eine reine Glaubensfrage.

Gerade im Mittelklasse-Bereich gibt es viele tolle Modelle beider Hersteller, die für das Spielen von modernen Games ohne Weiteres geeignet sind. Es gibt mittlerweile Prozessoren, die extrem teuer sind, was allerdings nicht heißen muss, dass diese für das Wiedergeben von Videospielen besonders effektiv sind. Denn obwohl die CPU eines der wichtigsten Bauteile des Mittelklasse Gaming PCs darstellt, muss es kein High-End-Modell sein. Prozessoren mit hohen Taktraten und vielen Kernen sind hingegen eher für besonders CPU-bezogene Vorgänge wichtig.

Darunter fällt beispielsweise das Programmieren oder die Bearbeitung von hochauflösenden Video- und Bild-Inhalten. Aus diesem Grund sollte man auch beim Kauf der CPU nicht gleich das teuerste Produkt wählen, sondern sich eher im mittleren Segment umsehen und sich dann entsprechend verschiedene Vergleiche im Internet dazu ansehen. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-CPUs: 180 – 299 Euro

Grafikkarte

Und hier kommen wir zum entscheidendsten Element, wenn es um die Zusammenstellung eines guten Mittelklasse-Gaming-Computers geht: Die Grafikkarte. Möchte man 3D-Games in WQHD mit guten bis sehr guten Grafik-Voreinstellungen spielen, führt kein Weg um den Kauf einer leistungsstarken Grafikeinheit herum. Während bei Office-PCs oft die CPU entscheidend ist, ist das bei Gaming-PCs nicht im Geringsten der Fall.

Aus diesem Grund soll auch ein Großteil des investierten Budgets in die Grafikkarte fließen. Mit einer potenten Grafikkarte lässt sich zudem vielen kompensieren – beispielsweise ein nicht ganz so leistungsstarker Prozessor. Denn wenn die Grafikkarte einen guten Job macht, spielt die CPU erst einmal nur eine untergeordnete Rolle. Dies ist besonders bei Shootern, Action- & Rollenspielen der Fall. Bei Strategie-Titeln wie Anno 1800 oder Age of Empires IV sieht die Sache schon wieder ein wenig anders aus. Diese Videospiele benötigen in der Regel auch einen sehr leistungsstarken Prozessor, um in ausreichend guter Qualität wiedergegeben werden zu können.

Die beiden beliebtesten Grafikchip-Hersteller sind Nvidia und AMD, die ihre Chips dann an entsprechende Hardware-Firmen wie ASUS, MSI oder Gigabyte verkaufen, welche dann die verschiedenen Modelle für den Endverbraucher bauen. Beim Kauf einer Grafikkarte ist zunächst auf den Grafikspeicher zu achten. Dieser wird in GB angegeben – umso mehr Grafikspeicher, desto mehr Kapazitäten hat die Grafikkarte. Auch die Art des Speichers ist wichtig. Heutzutage gibt es Karten mit GDDR5- und GDDR6-Speicher. Für moderne Games sollte man sich jedoch für eine Grafikeinheit mit GDDR6-Speicher entscheiden. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-Grafikkarte: 549 – 799€

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher eines Computers ist sozusagen eine Ergänzung zum Prozessor. Er ist dazu da, die verschiedenen Prozesse zwischenzuspeichern und der CPU, Zeit und Kapazität freizuschaufeln, damit diese entsprechend ohne Verzögerung und nennenswerte Probleme arbeiten kann. Fachleute sprechen hier vom sogenannten Cachespeicher. Je mehr GB Arbeitsspeicher in einem PC verbaut sind, desto reibungsloser und schneller gehen die Zugriffe auf Daten vonstatten. Für Gaming-PCs ist ein hoher Arbeitsspeicher durchaus wichtig, weil er Ladezeiten zwischen den Szenen verkürzen und FPS-Werte verbessern kann.

Für moderne Videospiele sollte man den Wert von 16 GB Arbeitsspeicher nicht unterschreiten. Die kleinen länglichen Module werden einfach auf das Mainboard gesteckt und funktionieren danach problemlos. Durchaus sinnvoll zu erwähnen sei noch der Dual Channel Mode von Arbeitsspeicher – hierbei wird die Gesamtkapazität des Speichers auf mehrere Module aufgeteilt. Die Tatsache, dass die Module dann unabhängig voneinander arbeiten können, sorgt dafür, dass einige Prozesse und Spiele davon profitieren.

Bevor man sich also einen einzelnen 16 GB Riegel kauft, sollte man sich im Zweifel lieber für zwei 8 GB Riegel entscheiden. Wichtig hierbei ist jedoch, dass der Dual Channel Mode auch vom gewählten Mainboard unterstützt wird. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-Arbeitsspeicher ab 16 GB: 59 – 99 Euro

Festplatte

Die Festplatte gilt bei den meisten Menschen als das Bauteil eines Computers, auf dem sämtliche Daten gespeichert werden. Das ist grundsätzlich auch vollkommen richtig, doch in dieser schnelllebigen Zeit taten sich im Hinblick auf Festplatten in den letzten Jahren einige signifikante Qualitätsunterschiede auf. Der allgemeine Tenor mag also zwar weiterhin stimmen, allerdings gilt es bei der Wahl der Festplatte gerade für Gamer, darauf zu achten, wie schnell diese ist.

Immer mehr Videospieler schwören heutzutage auf sogenannte SSD-Festplatten. Diese basieren, anders als ihre Vorgänger, die HDD-Festplatten, nicht auf einen mechanischen Speichermechanismus, sondern auf Flashspeicher wie man ihn auch von verschiedenen Speichermedien wie USB-Sticks oder Memory-Cards kennt.

Bei einer SSD-Festplatte sind die Zugriffsgeschwindigkeiten um ein Vielfaches höher als bei den althergebrachten Modellen im HDD-Segment. Während man HDD-Festplatten mit extrem viel Speicherkapazität allerdings schon für relativ wenig Geld bekommt, sind SSD-Modelle mit genug Speicherplatz für große Videospiele deutlich teurer.

Um Ladezeiten, das Starten und Beenden der Spiele also drastisch zu verkürzen, sollten Gamer trotzdem auf den Einsatz einer oder mehrerer SSD-Festplatten setzen. Auch kann eine Kombination aus beiden Technologien kann sinnvoll sein. Beispielsweise können die Spiele auf einer SSD und alle anderen Daten wie Downloads, Backups oder Medien auf der HDD gespeichert werden. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-Festplatten mit 1 TB Speicher: 59 – 99 Euro

Gehäuse

Die Wahl des Gehäuses ist eigentlich eine weitestgehend individuelle Angelegenheit. Während der eine auf bunte Lichter mit Seitenwänden aus Glas abfährt, präferiert der andere wiederum eine dezente und unaufgeregte Optik. Jedoch gibt es auch beim Kauf des Gehäuses ein paar Punkte zu beachten. Beispielsweise die Größe. Diese sollte nämlich so bemessen sein, dass sämtliche Komponenten gut in das Gehäuse passen und es nicht zu unnötigen Lauftstaus kommt.

Außerdem haben einige Gehäuse mittlerweile sogar bereits eingebaute Lüfter, die nur an das Mainboard angeschlossen werden müssen.

Besonders bei Gaming Rechnern gilt:
Umso mehr Luftzirkulation, desto besser für den Computer. So kann die Hitze, die beim Zocken entsteht, besser entweichen und die Systemtemperatur wird gesenkt.

Viele Gaming-Fans schwören auf Gehäuse, die ein einfaches Kabelmanagement ermöglichen. Mit Schlitzen, Durchläufen und Verstecken für die Kabel, die sich im PC befinden, lässt sich eine aufgeräumte und saubere Optik realisieren. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-Gehäuse: 49 – 89 Euro

Netzteil

Natürlich muss ein leistungsstarker Computer mit der passenden Stromzufuhr gespeist werden. Für diesen Einsatz ist das Netzteil zuständig. Damit die einzelnen Hardwarekomponenten auch ausreichend Strom bekommen, wird das Netzteil direkt mit dem Mainboard, den Lüftern, Kühlern, Grafikkarten und Festplatten verbunden. Gerade im Gaming-Bereich benötigen die Teile mitunter einiges an Watt, was dazu führt, dass das Netzteil genügend Leistung aufweisen sollte.

Zudem kann für einige auch die Lautstärke des Netzteils von großer Wichtigkeit sein. Bei einer Leistung von bis 800 Watt kann es nämlich gerne mal etwas lauter werden. Die Lautstärke des Netzteils wird in dB gemessen. Am besten ist es also, wenn man sich die Richtwerte in den Produkteigenschaften ansieht und sich dann entscheidet. Die Leistung von Netzteilen für moderne Spiele-PCs liegt bei ca. 500-800 Watt. 

Preisspanne für gute Mittelklasse-Netzteile: 49 – 79 Euro

Bonus: Lüfter & Kühler 

Wer nach der Zusammenstellung seines Traum-PCs noch Budget zur Verfügung hat, könnte dies sinnvoll in weitere Komponenten investieren. Allen voran wären hier CPU-Kühler und Gehäuselüfter. Zwar werden die meisten Prozessoren heutzutage im Bundle mit einem passenden Kühler ausgeliefert, jedoch erweisen sich diese in den meisten Fällen, wenn überhaupt nur als Übergangslösung. Oft sind sie nicht nur relativ laut, sondern sind nicht in der Lage, das System optimal herunterzukühlen, sollte es einmal heiß her gehen. Ähnlich verhält es sich mit den zum Gehäuse mitgelieferten Lüftern. Wer seinem PC etwas Gutes tun möchte, investiert einen kleinen Teil des Geldes direkt in vernünftige Lüfter, die ein perfektes PC-Klima garantieren.

Zusammengerechnet – der Gaming-PC mit dem perfekten Preis-Leistungs-Verhältnis

Orientiert man sich also nun an den Preisen, die im vorangegangenen Kapitel erwähnt wurden, kann man sich einmal grob ausrechnen, wie teuer ein kompletter Gaming-PC nach modernen Standards wäre. Im Folgenden möchten wir also einmal die möglichen Preisspannen aufzeigen. 

Full HD mit 60 FPS Mittelklasse Gaming-PC im untersten Preissegment: 

Ca. 1025 Euro

Full HD mit 144 FPS / WQHD mit 60 FPS Mittelklasse Gaming-PC im mittleren Preissegment: 

Ca. 1270 Euro

Full HD mit 165 FPS / WQHD mit 120 / 4K mit 40-60 FPS Mittelklasse Gaming-PC im obersten Preissegment: 

Ca. 1490 Euro

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Gehäuse:Megaport Hunter RGB mit 4 farbigen Gehäuseüftern und einstellbarer RGB-Beleuchtung, 2x USB 2.0 / 1x USB 3.0
Prozessor:AMD Ryzen 5 3600 6 x 4.20 GHz Turbo
Kühler:AMD Standard CPU-Kühler
Mainboard:MSI A320M-A PRO (4x USB 3.2 Gen 1 (5GB/s)/2x USB 2.0 (480MB/s))
Grafikkarte:Nvidia GeForce GTX 1650 4GB VRAM (GDDR5, HDMI und DisplayPort)
Speicher:16GB DDR4 2400 MHz RAM (ADATA/Crucial/Teamgroup)
SSD:240 GB (Adata, Patriot), Lesen: bis zu 470 MB/s, Schreiben: bis zu 400 MB/s
Festplatte:2 TB Toshiba, SATA III,5400 U/min
Laufwerk:ohne
Netzteil:600 Watt Xilence Performance (80+)
Lüfter:4x Lüfter mit farbigen RGB LEDs, 120mm
WLAN:WLAN Highspeed Karte Typ 802.11b/g/n für kabellose Internetverbindung

Insider-Tipps, die jeder beim Kauf eines Gaming-PCs beachten sollte

Um diese umfangreiche Kaufberatung gebührend abzurunden, möchten wir noch einmal ein paar hilfreiche Tipps zusammenfassen, die bei helfen können, die richtige Hardware zu fairen Preisen zu finden. 

Preise vergleichen

Ein wichtiger Punkt, den viele Käufer nicht beachten, ist das Vergleichen von Preisen im Internet. Dies ist nämlich voll von verschiedenen Shops und Anbietern, dessen Preise sich teilweise drastisch voneinander unterscheiden. Wer in einem Shop die passende Hardware gefunden hat, sollte sich also am besten den Namen des Artikels oder sogar die EAN-Nummer kopieren und danach bei Google suchen. So lassen sich Preise ideal vergleichen und unter Umständen viel Geld sparen. 

Tests und Benchmarks ansehen

Oft lässt sich mit reinen Artikelbeschreibungen in diversen Shops nicht viel anfangen, denn wir alle wissen: Papier ist geduldig. Leider kann man sich als jemand, der nicht in der Branche arbeitet, nicht ohne Weiteres ein Bild von den verschiedenen Hardwarekomponenten machen. Gut, dass es dafür die emsigen Tester und Hardware-Experten auf der ganzen Welt gibt, die ihre Portale mit detaillierten Tests und Benchmarks befeuern, um Usern die Entscheidung zu erleichtern. Vor dem Drücken auf den „Kaufen“-Button lohnt sich also definitiv ein Blick in die Weiten des Internets. 

Lieblingsspiele aufschreiben und auf YouTube nach Videos zu Performance-Vergleiche mit der ausgewählten Hardware ansehen

Dieser Tipp kann Gold wert sein. Auf welche in der Zukunft erscheinenden Spiele freut man sich? Welche Spiele möchte man unbedingt auf dem neuen System in bestmöglicher Qualität spielen? Diese Frage sollten sich gewillte Käufer neuer Gaming-PCs durchaus stellen, denn welche Hardware die richtige ist, lässt sich mit dieser Frage in den meisten Fällen ganz wunderbar auf YouTube herausfinden. Die Video-Plattform ist mittlerweile voll von Content Creatorn, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, viele verschiedene Games mit vielen verschiedenen Hardware-Kombinationen zu testen und dies schließlich in Videoform hochzuladen. Hat ein YouTube-Kanal bei der Entscheidung geholfen? Dann freut sich der Betreiber ganz bestimmt über ein Like und einen netten Kommentar, der die Arbeit würdigt. 

Überlegen, für welche Zwecke der PC sonst noch eingesetzt wird

Wer neben dem Gaming noch ganz normale Office-Arbeit mit seinem Rechner absolvieren möchte, kann diesen Punkt getrost überspringen. Für diejenigen jedoch, die den Computer für verschiedene andere Zwecke wie dem Schneiden von Videos oder dem Bearbeiten von Bildern verwenden, könnte dieser Punkt jedoch ziemlich hilfreich sein. Es ist nämlich so, dass die verschiedenen Anwendungen und Einsatzgebiete ganz unterschiedliche Hardwareressourcen benötigen. Musik-Produzenten beispielsweise haben nicht selten viele Tracks im Programm am Laufen, was dafür sorgt, dass der Prozessor ziemlich belastet wird. Auch Video-Creator profitieren von einer guten CPU-Leistung und großen Festplatten. Hier gilt also: Lieber zwei Mal überlegen und dann kaufen. 

Fazit

Ein Gaming-PC ist heutzutage zu einem echten Prestige-Produkt geworden. Wer sich einmal im Internet informiert, stößt schnell auf Forenbeiträge, die suggerieren, dass man mit einem Budget von unter 3000 Euro gar nicht erst anfangen braucht, sich einen potenten Gaming-Rechner zusammenzustellen. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Der Markt bietet für jeden Spielertyp die passende Lösung und wer sich ein wenig mit der Materie auseinandersetzt, wird schnell merken, dass ein guter und zukunftssicherer Gaming-PC kein Vermögen kosten muss.

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