Was ist ein Power­line Adapter?

Power­line ist die eng­li­sche Bezeich­nung für das Strom­ka­bel. Ein Power­line Adap­ter heißt so, weil er die Strom­lei­tung für die Daten­über­tra­gung nutzt, bei­spiels­weise den Inter­net­zu­gang. Der Adap­ter schleust Daten aus dem loka­len Netz in das Strom­netz ein, sodass ein wei­te­rer Adap­ter sie wie­der her­aus­fil­tern und in ein ande­res Ether­net-Kabel oder WLAN ein­spei­sen kann.

Auf diese Weise ermög­licht der Adap­ter eine Ver­net­zung inner­halb einer Woh­nung oder eines Hau­ses, ohne Kabel von einem Raum in den ande­ren zu ver­le­gen. Er ist damit eine Alter­na­tive, aber auch eine Ergän­zung zum WLAN, das eben­falls eine draht­lose Daten­ver­bin­dung bereitstellt.

Power­line Adap­ter sind meist in einem Ste­cker­ge­häuse unter­ge­bracht und dadurch beson­ders ein­fach nutz­bar. Zum Teil sind sie auch als Zwi­schen­ste­cker aus­ge­führt, um nicht ein­mal eine Steck­dose zu blockieren.

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TP-Links TL-PA4010P KIT nutzt Ihre vor­han­de­nen Strom­lei­tun­gen zur Daten­über­tra­gung. Damit kön­nen Sie ein­fach durch Ein­ste­cken des Adap­ters in die Steck­dose ein neues Netz­werk auf­bauen — und das ohne läs­ti­ges Kabel­ver­le­gen oder Bohren. 

Wann braucht man einen Power­line Adapter?

Der Power­line Adap­ter ermög­licht die Com­pu­ter­ver­net­zung inner­halb von Gebäu­den, in denen das Ver­le­gen von Netz­werk­ka­beln nicht erlaubt oder nicht erwünscht ist.

Er bie­tet also zunächst eine ähn­li­che Funk­tio­na­li­tät wie ein WLAN-Rou­ter. Beide Arten der loka­len Ver­net­zung besit­zen aber spe­zi­fi­sche Vor- und Nach­teile. wel­che der bei­den Lösun­gen attrak­ti­ver ist, hängt daher vom jewei­li­gen Anwen­dungs­fall ab. Der Power­line Adap­ter lässt sich sowohl für die interne Ver­net­zung von Com­pu­tern in einem LAN ver­wen­den, als auch für die Nut­zung eines gemein­sa­men Inter­net­zu­gangs in ver­schie­de­nen Räu­men. Ein wei­te­rer Anwen­dungs­fall ist die Ver­bin­dung zu einem DSL-Rou­ter für den Inter­net­zu­gang, wenn der DSL-Anschluss nicht in den Raum führt, in dem das Inter­net benö­tigt wird.

Wie funk­tio­niert ein Power­line Adapter?

Die Netz­span­nung im haus­halts­üb­li­chen Wech­sel­strom­netz hat einen annä­hernd sinus­för­mi­gen Ver­lauf. Ein Power­line Adap­ter ver­än­dert die­sen Span­nungs­ver­lauf mini­mal so, dass diese Ver­än­de­run­gen von wei­te­ren Adap­tern erkannt und wie­der aus­ge­le­sen wer­den kön­nen. Diese Tech­nik heißt Modu­la­tion, bezie­hungs­weise Demo­du­la­tion, und wird häu­fig für die Daten­über­tra­gung ver­wen­det. Auch das Wort Modem lei­tet sich von die­sen Begrif­fen ab. Aus der Sicht des Strom­net­zes sind die Power­line Signale win­zige Stö­run­gen, die inner­halb der Tole­ranz­be­rei­che lie­gen und daher unschäd­lich blei­ben. Als schein­bare Stö­run­gen der Wech­sel­span­nung las­sen sich die vom Power­line Adap­ter aus­ge­sen­de­ten Signale aber auch ein­fach mit han­dels­üb­li­chen Netz­fil­tern blo­cken, wie sie zum Bei­spiel in man­chen Steck­do­sen­leis­ten zu fin­den sind oder für die Hut­schie­nen­mon­tage im Zäh­ler­kas­ten ange­bo­ten werden.

Wie schließt man den Power­line Adap­ter an?

Power­line Adap­ter in Betrieb neh­men, ist sehr ein­fach. Nach dem Ein­ste­cken in eine Steck­dose ver­su­chen die Geräte übli­cher­weise selbst­tä­tig, wei­tere Adap­ter zu fin­den. Um einen unbe­fug­ten Zugriff auf die Power­line Ver­net­zung zu ver­hin­dern, bie­ten die Adap­ter in der Regel eine Pai­ring-Funk­tion an. Der Pai­ring-Vor­gang wird ent­we­der mit einem Tas­ter am Adap­ter oder per Soft­ware, von einem ange­schlos­se­nen PC aus ausgelöst.

Nach dem Akti­vie­ren der Pai­ring-Funk­tion han­deln die Geräte einen kryp­to­gra­fi­schen Schlüs­sel aus, mit dem anschlie­ßend die gesamte Daten­über­tra­gung zwi­schen den Adap­tern ver­schlüs­selt wird. Um aus­zu­schlie­ßen, dass jemand an einer ande­ren Stelle im sel­ben Strom­netz die­sen Schlüs­sel­aus­tausch abhorcht, kön­nen die Power­line Adap­ter für das Pai­ring in eine gemein­same Mehr­fach­steck­dose mit Netz­fil­ter ein­ge­steckt werden.

Wie viele Power­line Adap­ter kann man verwenden?

Die Anzahl der gleich­zei­tig im sel­ben Daten­netz ver­wend­ba­ren Power­line Adap­ter hängt von der Firm­ware der ver­wen­de­ten Geräte ab. Sie ist daher von Her­stel­ler zu Her­stel­ler und zum Teil auch von Modell zu Modell unterschiedlich.

Eine prak­ti­sche, wei­che Begren­zung der Anzahl ergibt sich aber auch aus der Tat­sa­che, dass sich alle Teil­neh­mer in einem Power­line Netz die ver­füg­bare Band­breite tei­len. Das heißt, je mehr Power­line Adap­ter im sel­ben Netz aktiv sen­den, umso lang­sa­mer wird die Daten­ge­schwin­dig­keit, die jeder ein­zelne Nut­zer an sei­nem Com­pu­ter wahrnimmt.

Wie­viel das im Ein­zel­fall ist, hängt eben­falls von den ver­wen­de­ten Adap­tern ab, da die maxi­mal mög­li­che Daten­ge­schwin­dig­keit auch bei Power­line ten­den­zi­ell immer wei­ter zunimmt.

Wie hoch ist der Strom­ver­brauch bei Power­line Adaptern?

Power­line Adap­ter benö­ti­gen all­ge­mein nur sehr wenig Strom und ver­fü­gen dar­über hin­aus meist über Strom­spar­funk­tio­nen, die den Strom­ver­brauch bei Inak­ti­vi­tät senken.

Sol­che Adap­ter schal­ten sich bei­spiels­weise nach eini­gen Minu­ten selbst­tä­tig ab, wenn die Ether­net-Ver­bin­dung getrennt wird, etwa beim Aus­schal­ten des ange­schlos­se­nen Com­pu­ters. Sie schal­ten sich auto­ma­tisch wie­der ein, sobald an der Schnitt­stelle wie­der ein Signal anliegt, also beim Hoch­fah­ren des Rechners.

Bei einem typi­schen Power­line Adap­ter redu­ziert sich dadurch der Strom­ver­brauch von circa 600 mW auf etwa 85 mW. Bei Dau­er­be­trieb, also jeden Tag 24 Stun­den Ein­schalt­dauer, sum­miert sich der Ver­brauch im Jahr auf etwa 5 kWh zusam­men und bei rei­nem Standby-Betrieb beträgt der Strom­ver­brauch weni­ger als 1 kWh pro Jahr.

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Was sind die Vor­teile von Power­line Adaptern?

Vor­teile bie­tet der Power­line Adap­ter vor allem durch die Nut­zung vor­han­de­ner Strom­lei­tun­gen für die Daten­ver­bin­dung, sodass keine Kabel zwi­schen den Adap­tern ver­legt wer­den müssen.

Dies ist ein Grund für die Ein­fach­heit der Instal­la­tion von Power­line Netz­wer­ken. Die Ver­bin­dung zum PC ist in der Regel pro­blem­los mit einem Ether­net-Kabel mög­lich, da der Com­pu­ter ohne­hin einen Strom­an­schluss benö­tigt. Es muss also eine Steck­dose in der Nähe vor­han­den sein, die auch für den Adap­ter nutz­bar ist.

Gegen­über WLAN hat der Power­line Adap­ter eben­falls Vor­teile. Sein Signal wird nicht durch Mau­ern behin­dert und kann daher im Gebäude grö­ßere Ent­fer­nun­gen über­brü­cken. Außer­dem ist Power­line siche­rer vor unbe­fug­ter Nut­zung, weil ein phy­si­scher Zugang zum Strom­netz nötig ist.

Was sind die Nach­teile von Power­line Adaptern?

Nach­tei­lig beim Power­line Adap­ter ist gegen­über dem WLAN, dass eine Ver­bin­dung nur inner­halb des­sel­ben Strom­net­zes mög­lich ist und die Power­line Signale von even­tu­ell vor­han­de­nen Netz­fil­tern geblockt wer­den. Die Nut­zung beschränkt sich daher prin­zi­pi­ell auf Räum­lich­kei­ten mit gemein­sa­mem Stromanschluss.

Dies kann aber auch vor­teil­haft sein, weil es das unbe­fugte Ein­drin­gen in das Heim- oder Fir­men­netz erschwert. Wei­ter­hin belegt jeder Adap­ter eine eigene Steck­dose, sofern er nicht als Zwi­schen­ste­cker aus­ge­führt ist und damit einen Strom­an­schluss für wei­tere Geräte bereitstellt.

Wer­den meh­rere Com­pu­ter an einen Power­line Adap­ter mit nur einer Ether­net-Buchse ange­schlos­sen, ist ein Ether­net-Switch not­wen­dig. Die­ser ver­hin­dert das auto­ma­ti­sche Abschal­ten des Adap­ters beim Aus­schal­ten der ange­schlos­se­nen Com­pu­ter, sofern er nicht auch abge­schal­tet wird.

Was soll man beim Kauf eines Power­line Adap­ters beachten?

Bevor Power­line Adap­ter für die lokale Ver­net­zung ange­schafft wer­den, sollte die Ver­füg­bar­keit und Anzahl freier Steck­do­sen an jedem der vor­ge­se­he­nen Com­pu­ter­stand­orte geprüft wer­den. Bei knap­pem Steck­do­sen­an­ge­bot sind Adap­ter vor­teil­haft, die den Strom­an­schluss durch­schlei­fen und daher keine Steck­dose blo­ckie­ren. Emp­feh­lens­wert ist außer­dem, die Anzahl der Com­pu­ter zu bestim­men, die jeweils an einen gemein­sa­men Adap­ter ange­schlos­sen wer­den kön­nen. Ist das der Fall, dann ist die Anschaf­fung von Power­line Adap­tern mit meh­re­ren Ether­net-Schnitt­stel­len zu über­le­gen. Diese kön­nen zum einen die Instal­la­ti­ons- und Betriebs­kos­ten sen­ken, da sich die Anzahl der benö­tig­ten Power­line Adap­ter redu­ziert. Zum ande­ren bleibt die auto­ma­ti­sche Abschal­tung des Adap­ters beim direk­ten Anschluss meh­re­rer Com­pu­ter funk­ti­ons­fä­hig, im Gegen­satz zur Ver­wen­dung eines Ethernet-Switches.

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Titel­bild Quelle: Ama​zon​.de