Razer Kra­ken 7.1 V2 im Test

Das Razer Kra­ken 7.1 V2 ist bereits das zweite Pro­dukt der Kali­for­nier wel­ches wir auf Tech­Watch tes­ten. Und ebenso wie die Ripsaw macht das Kra­ken 7.1 V2 eini­ges rich­tig. Unsere ehe­ma­li­gen Beden­ken gegen­über Razer müs­sen wir inzwi­schen überdenken.

Razer hier, Razer da

Die oben ange­spro­chene Review zur Ripsaw begann mit neben­ste­hen­dem Zitat. Und obwohl es stimmt, dass die Kali­for­nier bis­her noch kei­nen Test­sie­ger gestellt haben stimmt zumin­dest die Aus­sage zum Preis nicht mehr. Wir fin­den die meis­ten Pro­dukte der Kali­for­nier zwar gut aber meist zu teuer und eben nicht sehr gut.“ Im Ver­gleich mit ähn­lich guten Pro­duk­ten bie­tet Razer momen­tan eher güns­tige Pro­dukte an. Auch in unse­rer Gaming Head­sets Test­reihe ist das Kra­ken 7.1 V2 der güns­tigste Ver­tre­ter. Das sieht man dem Pro­dukt aber nicht an. Das Gerät kommt im typi­schen, schwar­zen Look. Die Kopf­hö­rer sind aus Leder, das fle­xi­ble Mikro­fon kann kom­plett ein­ge­scho­ben wer­den. Und obwohl das Kra­ken nicht so wun­der­bar belüf­tet wie das offene Audio-Tech­nica stört uns das Leder nicht. Selbst lange Ses­si­ons las­sen sich bequem durch­zie­hen. An der Seite der Kopf­hö­rer befin­det sich ein LED-beleuch­te­tes Razer Logo. Mit­hilfe von Syn­apse kön­nen hier ver­schie­dene Far­ben und Modi gewählt wer­den. Ob das sinn­voll ist oder nicht las­sen wir so ste­hen. Immer hin wer­det ihr kaum in der Lage sein die Beleuch­tung zu bestau­nen. Auch Umge­bungs­licht wird nicht erzeugt weil die LEDs zu dun­kel sind um wirk­lich zu schei­nen. Für Strea­mer oder regel­mä­ßige LAN Par­ty­be­su­cher lässt sich aber ein Mehr­wert erken­nen. Und da wir uns immer noch beim güns­tigs­ten Pro­dukt befin­den, fällt der offen­sicht­lichste Kri­tik­punkt weg. In Sachen Ver­ar­bei­tung ist das Kra­ken durch­weg über­zeu­gend. Die Grö­ßen­ver­stel­lung des Head­sets ist prä­zise und leicht­gän­gig. Ledig­lich das Gewicht von 329 Gramm ist etwas zu hoch. Ansons­ten stört nichts den hohen Komfort.

Gefähr­lich laut

Um das Kra­ken sinn­voll zu nut­zen sollte Razer Syn­pase instal­liert wer­den. Obgleich die letz­ten Monate meine Mei­nung zu Team Green geän­dert haben, Syn­apse bleibt unaus­steh­lich. Der Test zeigt, dass das Kra­ken mit jeder deak­ti­vier­ten Option in der Soft­ware bes­ser wird. Mehr dazu auch im Mikro­fon­teil die­ses Tests. Blei­ben wir beim Sound. Zu Beginn der Ein­füh­rung lässt sich der 7.1 Sur­round Sound des Head­sets kon­fi­gu­rie­ren. In unse­rem Test konn­ten die Stan­dard­ein­stel­lun­gen beden­ken­los über­nom­men wer­den. Und tat­säch­lich bie­tet das Kra­ken den bes­ten Sur­round Sound der getes­te­ten Head­sets. Damit ist das Head­set der Ein­äu­gige unter den Blin­den, denn digi­ta­ler Sur­round Sound bringt nichts und klingt schreck­lich. Der Kopf­hö­rer ist gedämmt, lässt aber immer noch Spiel­raum für mehr. Uns gefällt diese Eigen­schaft da man so die eigene Stimme noch hören kann. Zumin­dest falls man nicht den Feh­ler began­gen hat das Kra­ken auf vol­ler Laut­stärke zu tes­ten. Das Kra­ken 7.1 V2 ist näm­lich unend­lich laut. Wir spre­chen von 105 dB und einer Laut­stärke die Laut­spre­chern gleich­kommt. Als wir das Kra­ken empört und ange­schla­gen vom Kopf war­fen war jedes gesun­gene Wort von Nick Car­ter klar ver­ständ­lich. Wer seine Diri­gen­ten Kar­riere ernst­nimmt sollte das Head­set auf 50% Laut­stärke stel­len.. Der Sound an sich sich gut, kommt aber nicht an die Qua­li­tät des Audio-Tech­nica heran. Für Musik und Gaming reicht das aber abso­lut aus. 

Um vor­zei­tige Abnut­zung eurer Ohren zu ver­mei­den, ent­zieht Pro­gram­men die Kon­trolle über die Laut­stärke des Razer Kra­ken. Wie­der­ga­be­ge­räte > Razer Kra­ken > Eigen­schaf­ten > Erwei­tert > Haken bei Anwen­dun­gen haben allei­nige Kon­trolle über das Gerät“ entfernen.

Soft­ware des Grauens

Das Mikro­fon des Kra­ken klingt anfangs mehr als beschei­den. Zudem gibt es Pro­bleme mit unter­bro­che­nen Über­tra­gun­gen inner­halb von Gesprä­chen. Die Lösung des Pro­blems ist ein­fach. Stellt die Mikro­fon­emp­find­lich­keit des Mikro­fons auf 100% und pegelt danach mit der Mikro­fon­laut­stärke. Deak­ti­viert Aktive Rausch­un­ter­drü­ckung“. Setzt die Laut­stär­ke­nor­ma­li­sie­rung“ sowie die Umge­bungs­ge­räusch­re­duk­tion“ auf Werte zwi­schen 20 und 30%. Danach klingt das Razer Kra­ken 7.1 V2 nicht mal so schlecht. Wir wür­den sogar sagen, dass es im Test das zweit­beste Head­set in Sachen Mikro­fon ist. Rau­schen ist kaum zu ver­neh­men, die Stimme wirkt klar und druck­voll aber etwas unna­tür­lich. Die S-Laute sind nah dran ein Pro­blem zu wer­den, abge­se­hen davon gibt es aber kaum etwas am Mikro­fon des Kra­ken zu meckern.

An den rich­ti­gen Enden gespart

In Sachen Lie­fer­um­fang konnte uns Razer bei der Ripsaw abso­lut über­zeu­gen. Vor allem die Unbo­xing Expe­ri­ence war ein Traum. Auch beim Kra­ken wird man hier von Razer nicht ent­täuscht. Die Box des Head­sets ist die orga­ni­sier­teste. Lei­der legt Razer kaum zusätz­li­ches Equip­ment bei. Es fehlt ein Klin­ken­ad­ap­ter um die eigene Sound­karte zu nut­zen. Auch das USB Kabel ist rela­tiv kurz und wurde in unse­rem Setup schon zum Pro­blem. Eine Ver­län­ge­rung ist nicht inklu­diert. In Anbe­tracht des güns­ti­gen Prei­ses kann man aber sagen, dass Razer an den rich­ti­gen Stel­len gespart hat. Wer teure Sound­kar­ten ver­wen­det wird sich kaum ein 90€ Head­set kau­fen. Und wer ein gro­ßer Fan von Kabel­ma­nage­ment ist muss eben zur güns­ti­gen Ver­län­ge­rung grei­fen die viele sicher schon zuhause lie­gen haben. Trotz­dem schnei­det das Kra­ken hier schwä­cher ab als die Konkurrenz.

Erneu­ter Preis-Leistungs-Sieger

Zum Schluss bleibt Razer nur das­selbe Attest aus­zu­stel­len wie beim letz­ten Mal. Das Kra­ken 7.1 V2 ist nicht das beste Head­set im Ver­gleich aber wirk­lich gut. Zum Zeit­punkt die­ser Review ist es gleich­zei­tig gut 250€ güns­ti­ger als das Audio-Tech­nica ATH-ADG1X, wel­ches unse­ren Test­sie­ger dar­stellt. Die RGB-LEDs sind eine nette Sache, wer’s nicht mag kann den Spaß sofort deak­ti­vie­ren und wird nie davon gestört. Der Klang könnte bes­ser sein, wir per­sön­lich bevor­zu­gen offene Kopf­hö­rer und Stoff­in­lays. Das alles spielt aber kaum eine Rolle. Das Razer Kra­ken 7.1 V2 ist unser Preis-Leis­tungs-Sie­ger und kann nur wärms­tens emp­foh­len werden.

81 %

Gesamtbewertung

Fazit

Das Razer Kraken 7.1 V2 bietet den besten Surround Sound im Vergleich und zeigt sich als echter Allrounder zum günstigen Preis.

Audioqualität (30%)

  • guter Klang
  • bester 7.1 Surround Sound im Vergleich
  • gute Dämmung
  • gefährlich laut

Mikrofonqualität (30%)

  • ordentliche Mikrofonqualität
  • Synpase verschlechtern die Mikrofonqualität
  • schwache Höhen und Pop-Geräusche

Komfort (15%)

  • angenehme Ohrmuscheln…
  • auch für lange Sessions geeignet…
  • Größenverstellung ordentlich
  • flexibles Mikrofon
  • …trotz Leder
  • …obgleich des hohen Gewichts

Verarbeitung & Design (15%)

  • RGB-LEDs in den Kopfhörern
  • makellose Verarbeitung

Lieferumfang (10%)

  • tolle Unboxing Experience
  • kein Klinkenadapter für Soundkarten
  • relativ kurzes USB Kabel

Preisvergleich


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