Mackie Onyx Black­jack im Test

Allein schon optisch setzt sich das Mackie Onyx Black­jack von den ande­ren Audio Inter­faces ab. Bis auf den Kopf­hö­rer­an­schluss befin­den sich alle Ein- und Aus­gänge auf der Rück­seite des Geräts, wäh­rend die Dreh­reg­ler und Knöpfe über­sicht­lich auf leicht abge­schräg­ten Vor­der­seite plat­ziert sind. Über die Bedie­nung und das Kabel­ma­nage­ment wur­den sich hier sicht­lich Gedan­ken gemacht, und das mit Erfolg. Was das Black­jack noch alles mit sich bringt erfahrt ihr in unse­rem Test.

Ver­ar­bei­tung und Design

Kom­plett aus schwar­zem Alu­mi­nium stützt sich das Mackie auf einem klei­nen sil­ber­nen Stän­der, der nicht nur optisch das Ganze auf­wer­tet, son­dern auch für eine ange­nehme Aus­rich­tung und Höhe der Bedien­ober­flä­che sorgt. Das 2-in/ 2-out USB Audio Inter­face mit zwei XLR/​Klinken Kombi Anschlüs­sen bedarf nicht vie­ler wei­te­rer Fea­tures- fünf Potis, vier Schal­ter, fünf LEDs und eine Klin­ken­buchse- das war’s. Ein gelun­ge­nes, wuch­ti­ges Design (16,7 x 10,96 x 6,42 cm, 700 Gramm) das uns auf Anhieb gefällt und eine kluge Bau­weise beweist.

Doch nicht nur das Gehäuse ist es, was vie­len Nut­zern ein Lächeln aufs Gesicht zau­bert. Wie auch bei den Vor­gän­ger­mo­del­len des Black­jacks, der Onyx-i Reihe, sind die Preamps qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig. Das liegt ganz ein­fach daran, dass die­sel­ben Preamps der erfolg­rei­chen Serie genom­men wor­den sind und mit dem neu ent­wi­ckel­ten Record­ing Inter­face kom­bi­niert wur­den. Ein viel­ver­spre­chen­der Ansatz, dem das Gerät auch dank eines ver­gleichs­weise gerin­gen Prei­ses voll gerecht wird.

Wie auch bei den Vor­gän­ger­mo­del­len des Black­jacks, der Onyx-i Reihe, sind die Preamps qua­li­ta­tiv hochwertig. 

Für Mikro­fone ist eine dB Spanne zwi­schen 0 und +60 dB mög­lich, Instru­mente kön­nen über den Z-Schal­ter akti­viert wer­den und nut­zen zwi­schen -15 und +45 dB. Nicht nur bei den Preamps bedient sich das neue Black­jack der Tech­nik der grö­ße­ren Onyx Geräte. Auch bei der tol­len Funk­tion des Input Moni­tor“ trumpft es auf. Dar­un­ter ver­steht sich eine mög­li­che Ein­stel­lung wodurch das Input-Signal auf ana­lo­ger Ebene direkt hin­ter dem Gain-Poti abge­grif­fen und auf den Moni­tor- und Phone-Aus­gang gerou­tet wer­den kann. Das Ergeb­nis ist : keine Latenz ! Alle Reg­ler sind mit einem LED Licht zur Kon­trolle aus­ge­stat­tet und natür­lich gibt es auch eine Phan­tom­spei­sung für das Ver­sor­gen von Kon­den­sa­tor­mi­kro­fo­nen. Ein gelun­ge­nes Audio Inter­face soweit.

Win­dows 10 bleibt auf der Strecke

Um doch noch einen nega­ti­ven“ Punkt bei dem Mackie Onyx Black­jack zu fin­den, muss­ten wir in unse­rem Test bis zu den Trei­bern vor­drin­gen. Im Gegen­satz zum Kom­plete Audio 6 oder zur Scar­lett lei­det“ dies­mal Win­dows und nicht iOS unter leich­ten Trei­ber­pro­ble­men. Dabei ist unter leich­ten Trei­ber­pro­ble­men in die­sem Fall zu ver­ste­hen, dass es für Win­dows 10 gar keine Trei­ber gibt. Mehr sogar : Win­dows 8 und 10 wer­den gar nicht als kom­pa­ti­bel gelis­tet. Klingt komisch, aber auch ohne Trei­ber direkt los­ge­legt wer­den ! Das Inter­face funk­tio­niert also (mehr oder weni­ger) auf allen Sys­te­men, eine bes­sere Bedien­ober­flä­che am Moni­tor könnte durch pas­sende Trei­ber und Soft­ware für Win­dows 10 trotz­dem mög­lich sein. Da uns Win­dows 10 wohl noch für lange Zeit beglü­cken wird wäh­rend älte­ren Betriebs­sys­teme der Sup­port gestri­chen wird sollte Mackie hier nachliefern.

Instal­la­tion des Mackie Onyx Blackjacks

Für die Instal­la­tion des neuen Onyx benö­tigt ihr das Gerät, ein XLR Kabel sowie ein Instru­ment oder Mikro­fon, in unse­rem Fall das Mikro­fon Rode NT2A. Ist dies vor­han­den, erle­digt sich der Rest von selbst :

  1. Ver­bin­det das Black­jack mit dem mit­ge­lie­fer­ten USB Kabel mit eurem PC oder Mac.
  2. Es sind zwar Trei­ber zu fin­den, aller­dings ist das Plug&Play sim­pel aus­ge­drückt und­ver­gleich­lich und es kann direkt los­ge­legt werden.Wer trotz­dem an Trei­bern inter­es­siert ist, kann sich mal auf der Onyx Dri­vers Matrix“ umschauen.
  3. Ver­bin­det dann euer Mikro­fon mit­hilfe des XLR Kabels mit dem Inter­face. Akti­viert dann den USB Anschluss für die Stromversorgung.
  4. Dreht den ent­spre­chen­den GAIN Reg­ler der bei­den Inputs auf und pegelt damit euer Mikro­fon mit­hilfe der Peak Funk­tion der LED Leuchte.

Sound­qua­li­tät auf hohem Niveau

Das Mackie Onyx Black­jack klingt ähn­lich gut wie seine Mit­be­wer­ber. Die Latenz ist gering und der Out­put laut genug. Durch den Z But­ton ist auch die Ver­wen­dung von Instru­men­ten ohne Pro­bleme mög­lich. Alles in allem ein gelun­ge­nes Pro­dukt und unse­rer Mei­nung nach vor allem für Strea­mer und You­Tuber inter­es­sant die ihr Setup sel­ten ändern und von den Kabel­ma­nage­ment­op­tio­nen pro­fi­tie­ren können.

85 %

Gesamtbewertung

Fazit

Das Mackie Onyx Blackjack ist günstig und liefert ausgezeichnete Audioqualität. Durch Ein- und Ausgänge auf der Rückseite ermöglicht das Blackj einfaches Kabelmanagement. Lediglich die fehlende Unterstützung für Windows 10 und die Staubanfälligkeit des Geräts fallen negativ ins Gewicht.

Audioqualität (30%)

  • sehr gute Audioqualität

Verarbeitung (25%)

  • gute Verarbeitung
  • Kabelmanagement einfach gemacht
  • schwarzes Aluminium sehr staubanfällig

Bedienung (25%)

  • einfache Installation
  • keine offizielle Windows 10 Unterstützung
  • nur 2 gleichzeitig nutzbare Inputs

Preis (20%)

  • günstig

Preisvergleich


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