JBL E45BT Kopf­hö­rer im Test

JBL hat vor allem in den letz­ten Jah­ren an Bekannt­heit gewon­nen. Weni­ger bekannt ist, dass JBL eine Marke von Har­man ist. Mit JBL sucht Har­man seine Ziel­gruppe eher in Jugend und Frei­zeit. Dem­entspre­chend reiht sich auch der JBL E45BT Kopf­hö­rer in die untere Preis­ka­te­go­rie ein. Solange wir noch Teil der Ziel­gruppe sind haben wir die on ear Blue­tooth Kopf­hö­rer für Euch getestet. 

Wer braucht schon Sport ?

Der JBL E45BT ist wohl­ge­merkt der ein­zige on ear Ver­tre­ter unse­rer Reihe, auch wenn der Senn­hei­ser HD 4.40BT ihm die­sen Platz um Haa­res­breite strei­tig gemacht hätte. Letzt­end­lich geht es hier aber um weit­aus mehr als um on-ear oder ohr­um­schlie­ßend, des­halb gibt es auch für unse­ren Ein­zel­fall keine Sonderbehandlung.

Aus der unschein­ba­ren Ver­pa­ckung ent­nom­men, hält man die JBL E45BT Kopf­hö­rer ein­satz­be­reit in der Hand. Doch bevor es an Ver­bin­dung und Sound geht, wird die Ver­ar­bei­tung und das Design durch­leuch­tet. Direkt ins Auge springt der etwas anders gestal­tete Kopf­bü­gel. Kos­ten spa­ren und gleich­zei­tig einen coo­len Look kre­ieren, das hat JBL mit der Ver­wen­dung von Tex­til statt Leder geschafft. Tex­tilum­man­telt und damit ver­wick­lungs­frei ist auch das mit­ge­lie­ferte 3,5mm Klinkenkabel.
Ins­ge­samt sieht der JBL E45BT dyna­misch und jung aus, vor allem im Ver­gleich zum Vor­gän­ger. Wer dar­aus jetzt schließt, dass er bei einem Run im Stadt­park seine Chan­cen stei­gert, die Auf­merk­sam­keit von poten­zi­el­len Part­nern zu erre­gen der ist auf dem Holz­weg. Sport ? Aus­ge­schlos­sen. Der falt­bare Blue­tooth Kopf­hö­rer sitzt nicht nur all­ge­mein ziem­lich locker, zusätz­lich sor­gen die klapp­ba­ren Hörer für Ner­ven­kit­zel bei schnel­len Bewe­gun­gen. Diese klap­pen näm­lich um 90 Grad nach vorne, sodass sie mit der Rück­seite in Rich­tung eurer Augen zei­gen. Dass die Kopf­hö­rer auch bei instink­tive Tanz­ein­la­gen zu Drake ver­rut­schen ist keine Sel­ten­heit. Vor allem beim nach unten Schauen gibt es hier Pro­bleme. Der lockere Sitz sollte aber kei­nes­falls mit einer unsau­be­ren Ver­ar­bei­tung ver­wech­selt wer­den. Die Mate­ria­len in sich und vor allem auch die Grö­ßen­reg­ler der Blue­tooth Head­pho­nes sind ein­wand­frei sta­bil. Nach etwas län­ge­rer Zeit als ich eigent­lich zuge­ben mag bin ich dar­auf gekom­men die links und rechts Bezeich­nung im Inne­ren der Ear­pads zu igno­rie­ren und den Kopf­hö­rer ein­fach anders­rum auf­zu­set­zen. Pro­blem der umklap­pen­den Hörer gelöst ? Durch­aus. Aller­dings sind nun die Bedien­ele­mente des Wire­less Kopf­hö­rers auf der lin­ken Vor­der­seite des falt­ba­ren E45BT – gewöh­nungs­be­dürf­tig und ein grö­ße­res Pro­blem als die Insta­bi­li­tät. Für den Preis der man­geln­den Fes­tig­keit erhält man jedoch wenigs­tens einen hohen Tragekomfort.

Ver­wen­det man den E45BT so wie es von JBL ange­dacht war, dann sind die Steu­er­ele­mente auf der rich­ti­gen Seite und es gibt für einen Kopf­hö­rer die­ser Preis­klasse abso­lut nichts zu meckern. Unter ande­rem fin­det man einen Schie­be­knopf der neben dem Power But­ton auch die Pai­ring Modus Option steu­ert. Dar­un­ter befin­det sich eine Laut­stärke Leiste mit einer Play Taste in der Mitte. Wer einen lan­gen Remix hört und kurz mal zum Drop sprin­gen möchte, der sollte sich ander­wei­tig umschauen : Im Wire­less Modus gibt JBL euch bei die­sem Modell keine Mög­lich­keit vorzuspulen.

Vor­spiel vorbei

Small Talk, belang­lose Freund­lich­kei­ten und Vor­spiel bei­seite und direkt zum Kern der Sache : Hier geht es um Blue­tooth Kopf­hö­rer. Also wen­den wir uns im wei­te­ren Ver­lauf die­ses Tests vor allem der Ver­bin­dung und anschlie­ßend dem Sound des JBL E45BT. Bezüg­lich der Ver­bin­dung bekommt man genau das, was ver­spro­chen wird : Blue­tooth. Nicht mehr, nicht weni­ger. Wer also auf einen NFC unter­stütz­ten Ver­bin­dungs­auf­bau nicht ver­zich­ten kann und in einer ähn­li­chen Preis­klasse blei­ben will, der sollte sich über unse­ren bereits zuvor erwähn­ten Test­kan­di­da­ten informieren.

Der Ver­bin­dungs­auf­bau des E45BT funk­tio­niert jedoch auch ohne NFC pro­blem­los. Hält man den Power-But­ton, so kün­digt ein kur­zer Sound den Pai­ring Modus an. Ansons­ten gibt es lei­der recht wenig Feed­back, kleine Fea­tures wie eine Akku­an­sage, wel­ches Gerät ver­bun­den ist usw. gibt es nicht. Eben­falls ein­wand­frei funk­tio­niert auch der flie­gende Wech­sel zwi­schen zwei Gerä­ten, sind sie erst ein­mal per Blue­tooth mit den JBL Kopf­hö­rern ver­bun­den. Dies macht das Benut­zen der Kopf­hö­rer freier und gibt den Ent­schei­dungs­scheuen und Mul­ti­tas­king Begeis­ter­ten unter Euch mehr Fle­xi­bi­li­tät. So lässt sich bei­spiel­weise der Plot eines Films noch ein­fa­cher am Handy verpassen.

Was die Ver­bin­dungs­reich­weite angeht, schnei­det der Blue­tooth Kopf­hö­rer unter 100 Euro durch­schnitt­lich ab. Hört man zuhause, so fin­det die Ver­bin­dung des E45BT im zwei­ten Stock­werk ihren End­geg­ner – zumin­dest für Leute denen die alle 30 Sekun­den auf­kom­men­den Stör­ge­räu­sche zu viel sind.

Befin­det man sich in mehr oder weni­ger unmit­tel­ba­rer Nähe des ver­bun­de­nen Gerä­tes, so lie­fern die JBL guten Sound. Natür­lich wer­den weni­ger der Umwelt­ge­räu­sche als bei ohr­um­schlie­ßen­den Kopf­hö­rern her­aus­ge­fil­tert und der Klang ist nicht sehr voll. Über das kom­plette Spek­trum von Höhen und Tie­fen fin­det der JBL E45BT jedoch sehr gut seine Balance und macht das Hören nie unangenehm.

Ins­ge­samt ist die Leis­tung der JBL Head­pho­nes gut, aber kei­nes­falls über­ra­gend. Wer hier wie in man­chen Ama­zon Reviews von ein­zig­ar­ti­gem Klang­er­leb­nis“ spricht hat ent­we­der nicht aus­rei­chend Exper­tise oder zu viel Geld für diese Review gebo­ten bekom­men. Wir sagen ein­zig­ar­ti­ges Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis“ statt ein­zig­ar­ti­ges Klang­er­leb­nis“. Ruft man sich näm­lich in Erin­ne­rung, dass man für den E45BT ein Vier­tel von ande­ren Kan­di­da­ten unsere Reihe zahlt, dann bekommt man hier eini­ges geboten.

77 %

Gesamtbewertung

Fazit

Nichts für Audiophile aber günstiger bekommt man guten Sound wohl kaum.

Klang (35%)

  • gute Balance zwischen Höhen und Tiefen
  • für Preis ordentlicher Sound
  • wenig Geräuschdämmung

Usability (30%)

  • einfacher Verbindungsaufbau
  • zwei Geräte gleichzeitig
  • mangelnde Sitzfestigkeit

Preis (20%)

  • unter 100 Euro

Verarbeitung (15%)

  • stabiles Material

Preisvergleich


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