HyperX Cloud Revol­ver S im Test

HyperX ist die Gaming Abtei­lung des US-ame­ri­ka­ni­schen Spei­cher­her­stel­lers Kings­ton. Durch geschick­tes Mar­ke­ting und nahen Kon­takt zum E-Sports konnte sich HyperX rela­tiv schnell einen Namen machen. Ob der Cloud Revol­ver S den pro­fes­sio­nel­len Ansprü­chen gerecht wer­den kann erfahrt ihr in unse­rer Review.

Sty­lisch und stabil

Das Cloud Revol­ver S kommt im schwar­zen Plas­tik­look mit wei­ßen Akzen­ten auf den Kopf­hö­rern. Das Kopf­band sowie die Ohr­mu­scheln bestehen aus Leder. Das wurde im Test kaum warm und konnte auch nach Stun­den noch kom­for­ta­bel getra­gen wer­den. Die Grö­ßen­ver­stel­lung des Head­sets folgt einem ähn­li­chen Ansatz wie das Audio-Tech­nica. Aller­dings ver­zich­tet HyperX auf die 3D-Flü­gel“ und bleibt damit einen Tick seriö­ser. Das Sys­tem funk­tio­niert aber genauso gut. Mit 372 Gramm ist das HyperX das schwerste Head­set in unse­rem Ver­gleich. Das Mikro­fon des Cloud Revol­ver S ist etwas fle­xi­bler als bei­spiels­weise das des Senn­hei­ser GSP 350. Etwas mehr hätte einer genaue­ren Posi­tio­nie­rung aber gehol­fen. Prak­tisch ist, dass sich das Mikro­fon abneh­men lässt. Theo­re­tisch könn­tet ihr das HyperX dann pro­blem­los als Kopf­hö­rer mit auf Rei­sen neh­men. Etwas merk­wür­dig fan­den wir die Ori­en­tie­rung der mit­ge­lie­fer­ten Sound­karte. Die ist näm­lich unse­rer Mei­nung nach falsch herum ange­bracht. Das ist natür­lich abhän­gig davon wie man nach der Sound­karte greift aber wir spü­ren die ande­ren Her­stel­ler auf unse­rer Seite. Abge­se­hen davon gefällt uns die Karte sehr gut. Links oben sind drei gespei­cherte Pro­file vor­han­den aus denen der User wäh­len kann : Bass Boost, Flat und Vocal. Mit­tig lie­gen die But­tons für den Sur­round Sound und Mute. Rechts las­sen sich die Laut­stärke und das Mikro­fon mit­hilfe von Rädern pegeln. Ins­ge­samt also sehr kom­for­ta­bel und gut gelöst.

Wie die ganz Großen

Klang­lich sind wir mit dem HyperX Cloud Revol­ver S zufrie­den. Es ist sogar das ein­zige Head­set das von uns nicht durch den Equa­li­zer geschickt wurde. Das liegt viel­leicht aber auch daran, dass es etwas leise ist. Die Aus­wir­kung der oben genann­ten Pro­file ist übri­gens eher mar­gi­nal. Der Sur­round Sound ist in Ord­nung. Das Head­set ist geschlos­sen und daher gedämmt. Die Däm­mung ist etwas aggres­si­ver als bei den ande­ren Gerä­ten im Ver­gleich. Wer dar­auf Wert legt sollte das beach­ten. Das HyperX Cloud Revol­ver S kommt übri­gens ohne Trei­ber und funk­tio­niert auch mit allen Konsolen.

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­bleme

Wenn Her­stel­ler ver­su­chen ihrem Pro­dukt einen E-Sports Fokus zu attes­tie­ren denke ich per­sön­lich an höchste Qua­li­tät in allen Belan­gen. Je kom­pe­ti­ti­ver man spielt, desto weni­ger ist man bereit Ein­schrän­kun­gen bei der Hard­ware zu machen. HyperX wirbt kon­se­quent mit Pro Gamern und Strea­mern. Es kommt die Frage auf, warum das Mikro­fon des HyperX Cloud Revol­ver S dann klingt wie ein Tele­fon aus den 80ern. Wir glau­ben den Grund dafür aus­ge­macht zu haben. 

Die­ser Sound­test wurde mit der inbe­grif­fe­nen USB Sound­karte von HyperX auf­ge­nom­men. Die Stimme klingt dumpf und unna­tür­lich. Die S-Laute sind scharf und leichte Pop-Geräu­sche kön­nen ver­nom­men wer­den. Ledig­lich beim Thema Umge­bungs­rau­schen kann man zufrie­den sein. So gut wie kein Rau­schen wurde aufgenommen. 

Diese Auf­nahme wurde mit­hilfe unse­rer inter­nen Sound­karte von ASUS auf­ge­nom­men. Man hört deut­li­ches Rau­schen, die Stimme klingt aber natür­li­cher und weni­ger dumpf. Die Pop-Geräu­sche sind immer noch vor­han­den, die S-Laute sind etwas weni­ger prä­gnant. Wir ver­mu­ten, dass HyperX eine digi­tale Rausch­un­ter­drü­ckung in der mit­ge­lie­fer­ten Sound­karte ver­wen­det die so aggres­siv arbei­tet, dass sie den Rest der Auf­nahme rui­niert. Man­chen Leu­ten würde das viel­leicht rei­chen, uns aber nicht.

Preis­lich zu hoch

Für knapp 140€ müsste HyperX zumin­dest noch eini­ges bei­le­gen um das Cloud Revol­ver S zu einem guten Ange­bot zu machen. Das ist lei­der nicht der Fall. Abge­se­hen von der Sound­karte liegt dem Head­set nichts wei­te­res bei. Ins­ge­samt wür­den wir vom HyperX Cloud Revol­ver S abra­ten. Der Klang des Head­sets ist gut, es ist kom­for­ta­bel und gut ver­ar­bei­tet. Das Mikro­fon aber, ist das schwächste im Ver­gleich und der Preis für die gebo­tene Aus­stat­tung zu hoch. Eine bes­sere Alter­na­tive wäre das Logi­tech G433

68 %

Gesamtbewertung

Fazit

Das HyperX Cloud Revolver S enttäuscht in unserem Test durch miserable Mikrofonqualität und dem schwächsten Gesamtpaket. Dafür ist es vielseitig einsetzbar und funktioniert mit allen Plattformen.

Für die Kompatibilität mit allen Plattformen erhöhen wir die Gesamtwertung des Revolver S um 5 Punkte (63 auf 68)

Audioqualität (30%)

  • guter Klang
  • etwas zu leise

Mikrofonqualität (30%)

  • genügt für anspruchslose Kommunikation
  • komprimiert
  • Pop-Geräusche
  • scharfe S-Laute
  • unnatürlich

Komfort (15%)

  • angenehme, automatische Größenverstellung
  • sitzt gut
  • akzeptable Flexibilität des Mikrofons
  • Mikrofon abnehmbar
  • schwerstes Headset im Vergleich
  • Soundkarte eigentlich falsch herum

Verarbeitung & Design (15%)

  • ansprechendes Design
  • Naht am Kopfband

Lieferumfang (10%)

  • USB Soundkarte
  • keine Verlängerung

Preisvergleich


Artikel teilen:
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someonePin on PinterestShare on TumblrShare on RedditShare on LinkedIn