Snapchat verliert Milliarden

Snapchat Kurs sinkt

Snapchat ist blutiger Anfänger an der Börse und hat mit mehr als anfänglichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Nach der Veröffentlichung der ersten Quartalszahlen sehen Investoren rot und entscheiden sich gegen die gelbe Social Media Plattform.

Wer zuletzt lacht

Ein entscheidender Moment für jeden Investor: Die Herausgabe der Quartalszahlen. Nicht minder entscheidend war diese für Snap, wie sich das Unternehmen hinter Snapchat nennt. Kurz nach dem Börsenstart Anfang dieses Jahres ist die Aktie rasant eingebrochen. Dem Unternehmen von CEO Evan Spiegel blieb nichts anderes übrig, als einen Verlust von umgerechnet über 2 Milliarden Euro auszuweisen. 
Das war für viele Investoren eine herbe Enttäuschung und die Blase um ein weiteres Social Media Unternehmen an der Börse platzte. 24% schoss die Aktie in den Keller bis sie – wortwörtlich – am Boden angekommen war. Denn mit einem Tiefpunkt von ca. 16€ erreicht die Aktie fast Preise zu Ausgabekurs. 

Trotz des Einbruches gibt sich Spiegel gelassen, blickt der neuesten Entwicklung seines Unternehmens sogar lachend entgegen. 
Sicherlich haben die 750 Millionen Euro Kompensationszahlung aus dem Börsengang an den Gründer selbst auch etwas damit zu tun.
Doch auch mit dem dreisten Funktionsdiebstahl Facebooks und der als Folge schrumpfenden Zahl an neu hinzukommenden Nutzern kann man den 26-jährigen Milliardär nicht erschüttern. Zuckerberg hatte die Story Funktion erst auf die offensichtlichste Weise in Instagram integriert, kurz darauf sogar in Whatsapp und Facebook. Während man die Story Nutzer in Whatsapp sehr genau und ausgiebig suchen muss, so wurde die fast exakte Kopie des Snapchat Elements von der Instagram Community vorzüglich angenommen.

Snapchat schlägt zurück

In der – zugegebenermaßen bizarr angehauchten – Stellungnahme von Evan Spiegel beruft er sich im Angesicht der Konkurrenz auf die Kreativität Snapchats. In Antizipation der herrannahenden Katastrophe in Form der Quartalszahlen hat man die Kanonen im Hause Spiegels wohl schon einmal vorsorglich geladen. Die Munition? Ein neues Update. Doch die Kugeln scheinen nicht aus dem angepriesenen Innovationsgeist geschaffen zu sein. Vielmehr erwecken die neuen Funktionen eher den Eindruck, man wolle Facebook mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Frei nach dem Motto „Du Hurensohn, ich fick dich jetzt.“  ist wohl die Funktion mit dem Namen „Loop“ entstanden. Zu erklären, was genau diese macht ist wohl überflüssig wie ein Boomerang, der nicht zu einem zurückfindet…

Nichts desto trotz steht Snapchat noch ganz am Anfang seiner Börsenkarriere. Eine Überbewertung wie im Falle Facebooks steht in weiter Ferne, ja fast undenkbar. Doch in der Hysterie der Anleger ist nicht zu vergessen, dass die utopisch hohen Verluste zu einem großen Teil auch auf den Börsengang selbst und den daraus getätigten Zahlungen zurück geführt werden kann. Das aktuelle Tief des Kurses könnte sogar eine günstige Einstiegsmöglichkeit in Anbetracht einer möglichen Kurserholung sein. Doch dazu muss Snapchat in erster Linie Zuckerberg abschütteln. Es bleibt also spannend im Kampf der Social Media Riesen.

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