Das iPhone 13 kommt auf den Markt

Wieder einmal steht eine große Apple Keynote vor der Tür. Gewohnheitsgemäß rührt der breit aufgestellte Technologieriese aus Cupertino die Werbetrommel und kündigt den Release mehrerer Produktlinien an. 

Erwartet werden neue AirPods, die Apple Watch Series 7, ein neues mini iPad und der MacBook Pro. Die geballte Aufmerksamkeit wird am 14. September aber dem neuen iPhone 13 gewidmet sein. Das neue Flaggschiff der Kalifornier wird wohl in vier Varianten angeboten und soll dann im iPhone Vergleich die Nase vorne haben

“California Streaming” als Live-Event

Bisher wurden die Release-Shows aufgezeichnet. Die Neuerscheinungen wurden der Fangemeinde als Konserve vorgestellt. In diesem Jahr soll das Ganze in Echtzeit vor sich gehen. Die Veranstaltung mit dem signifikanten Namen wird dann in Deutschland am 14. September um 19 Uhr über Youtube zu empfangen sein. 

Wie immer hält sich Apple bei seinen Neuerscheinungen bedeckt. Das heizt die Gerüchteküche an, doch wie jedes Jahr gehen schon viele Details vor dem offiziellen Verkaufsstart, der für den 24. September erwartet wird, über den Äther. 

Vorbestellungen für das iPhone 13 sind schon möglich

In China nehmen die Händler schon ab dem 17. September Vorbestellungen für alle vier erwarteten Modelle entgegen. Es ist davon auszugehen, dass das neue iPhone nicht so lange auf sich warten lässt, wie das im vergangenen Jahr beim Modell iPhone 12 der Fall war. Damals gab es wohl eine von der Pandemie verursachte Verzögerung, die Geräte waren erst ab Mitte Oktober verfügbar.

Auch die Deutsche Telekom ist vorbereitet. Ab sofort erlaubt es das Unternehmen seinen Kunden, sich für ein neues Smartphone von Apple, Samsung und auch Xiaomi registrieren zu lassen. Das Registrierungsformular kann online abgerufen werden. Bestandskunden können sich das neue Gerät im Rahmen einer Vertragsverlängerung sichern. Auch Neukunden sind dieses Jahr willkommen, um sich das iPhone mit 5G Standard vorab zu reservieren. Registrierte Kunden profitieren von einer bevorzugten Belieferung und einem exklusiven Zugriff auf Zubehör. Dies gilt natürlich nur so lange, wie der Vorrat reicht.

Die Modellfamilie

Noch ist der Name des neuen iPhones nicht endgültig bestätigt. Apple ist immer für eine Überraschung gut und könnte seine Politik für die Namensgebung ändern und das neue Modell 12S nennen. Hat die Zahl 13 doch in vielen Kulturen einen schlechten Ruf und gilt als Unheilsbringer. Die vergangenen Generationen wurden aber immer in numerisch aufsteigender Reihenfolge getauft.

Quelle: https://www.apple.com/iphone/

Insider wie Mark Gurman von Bloomberg gehen von vier Modellen aus. Dabei handelt es sich voraussichtlicher Weise um das iPhone 13 Mini mit einem 5,4 Zoll großen Bildschirm. Das Standardmodell iPhone 13 und das iPhone 13 Pro kommen mit einem 6,1 Zoll Bildschirm daher und im iPhone 13 Pro Max soll sogar ein 6,7 Zoller verbaut sein. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem iPhone 13 Mini, dass sich angeblich nur relativ schwer absetzen lässt. Ein erstes Gruppenfoto der Familie zeigt aber alle vier Modelle gleichzeitig.

Das Design

Für einschneidende Designwechsel ist Apple in der Regel nicht zu haben. Deshalb wird sich der Look der neuen Modelle von dem der 12er Reihe nicht sonderlich unterscheiden. Sicher zu sein scheinen kleine, aber gezielte Veränderungen bei der Kamera-Anordnung. Auffällig hierbei ist die diagonale Aufreihung der Linsen beim kleinsten Modell der Familie.

Einige Hüllen-Hersteller haben Dummies der einzelnen Modelle erhalten, um ihre Produktion anzupassen. Diese geben zwar wenig Aufschluss auf kleinste Details, ein Größenvergleich jedoch kann vorgenommen werden. So wird das neue Gehäuse um Haaresbreite dicker ausfallen und die Kameralinsen wachsen. 

Welche Farben gibt es?

Bei der Farbgebung sind die bisher erhältlichen Informationen unbestätigt und eher dem Bereich der Spekulation zuzuordnen. Renderings aus dem Frühjahr zeigen die Modelle in knalligen Farben wie Rot oder Lila. 

Anderen Berichten zufolge soll Apple die Farbpalette um Bronze und Orange erweitern. Die meisten Hinweise gibt es zu einer Ausführung in mattem Schwarz. Diese soll womöglich Graphit ersetzen.

Das Display

Beim Screen könnten sich interessante Neuerungen ergeben. Während im Lager der Android-Systeme die Frontkamera hinter einem kleinen Loch im Display verschwindet, nutzt Apple bisher ein aufwändiges Face-ID-System. Das bietet zwar mehr Sicherheit, beansprucht aber auch entscheidend mehr Platz. 

Einige Insider gehen davon aus, dass die seit der Pandemie zu tragenden Masken die Gesichtserkennung erschweren. Apple würde deshalb wieder zu einer Identifizierung über Fingerprints zurückkehren. Befeuert wird diese Annahme durch den anerkannten Analysten Ming-Chi Kuo, der bestätigt, dass es im iPhone 13 eine kleinere Notch geben soll, die nicht mehr so weit wie bisher ins Display hineinragt. 

Always-on Display mit 120 Hertz

Im iPhone 13 sollen bei abgedunkeltem Bildschirm ausgewählte Funktionen wie Akkustand und Uhrzeit dauerhaft angezeigt werden. Dies geschieht unter dem Einfluss der neuen OLED-Technik, bei der schwarze Pixel keinen Strom verbrauchen und damit den Akku nicht belasten.

Wichtiger dürften die erwarteten Verbesserungen in der Darstellung genommen werden. Bisher liefen alle Displays der Marke mit 60 Hertz. Dies bedingt bei Apps und Spielen, die mit schnell bewegten Inhalten aufwarten, ein flackerndes Bild. Auch beim schnellen Scrollen von Webseiten wackelt das Bild oft. Es wird erwartet, dass in Zukunft die Darstellung statischer Inhalte weit unter die üblichen 60 Hertz fällt, um den Akku zu schonen. Erst bei bewegten Bildern entfaltet sich das volle Potenzial von 120 Hertz. Möglich macht das die neue LTPO-Technik (Low Temperature Polycrystalline Oxid), die schon beim Samsung Galaxy S21 Ultra zum Einsatz kommt und bisher erfolgreich angenommen wird.

Änderungen bei der Kamera

Laut Berichten von Bloomberg werden die aufregendsten Neuerungen in den Funktionen der Kamera-App zu finden sein. Auch die Möglichkeiten zur Bearbeitung von Fotos und Videos werden verbessert daherkommen. Die Qualität der Kamera-Erzeugnisse verbessert sich unter Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) spürbar. Zudem soll ein modernes und hochwertiges Format das Niveau der Videoaufnahmen optimieren. Das Neue dabei ist, das wie bei Fotos die Tiefenschärfe im Hintergrund nachträglich angepasst werden kann.

Die Informationen bezüglich der Kameraausstattung des diesjährigen Modells weisen darauf hin, dass es bei den Ausführungen 13 und 13 Mini bei nur zwei Linsen bleibt. Die Pros würden mit drei Objektiven ausgestattet werden. Experten wie Apple-Analyst Kuo gehen aber davon aus, dass die Ultraweitwinkelkamera spürbar verbessert werden wird. Ihr wird ein neues Sechs-Linsen-Objektiv und ein echter Autofokus spendiert. Zudem könnte eine lichtstärkere Blende verbaut sein.

Im Gespräch sind weiterhin eine bessere Bildstabilisierung per Sensorshift-Technik, wie sie schon im iPhone 12 Pro Max zu finden ist. Das herkömmliche Pro Modell wird mit einer stärkeren Tele-Brennweite von 65 mm statt wie bisher 52 mm aufgerüstet. Zudem soll die Hauptkamera der Pro-Modelle mit größeren Bildsensoren aus dem Hause Sony bestückt sein. Die Verbesserungen bedingen, dass der Kamerablock um 0,9 mm anwachsen wird. Laut Leaker Max Weinbach ermöglichen die Neuerungen des Kamerakomplexes sowohl klare Motive vom Sternenhimmel als auch optimierte Einstellungen für die Astro-Fotografie.

Satellitenfunktion

Die Rede ist auch davon, dass das iPhone 13 ein noch nie dagewesenes Feature mitbringt, die Satellitentelefonie. Die Funktion soll ermöglicht werden durch einen X60 Chip von Qualcomm. Dadurch wären theoretisch Telefonate oder der Versand von Kurznachrichten möglich, auch ohne die Verbindung zu einem Mobilfunknetz oder WLAN-Anschluss.

Mehr Tempo mit Apple A15

Als ziemlich sicher gilt eine Modernisierung des Prozessors. So meldet Digitimes, dass die Produktion des neuen Apple A15 angelaufen ist und das Volumen des Vorgängers A14 übertreffen wird. 

Anschlüsse & Verbindungen

Ob Apple schon für dieses Jahr ein Modell ohne jeglichen physischen Anschluss auf den Markt bringt, ist eher unwahrscheinlich, obwohl technisch machbar. Zumindest in Europa widerspricht das dem Bestreben der EU (Europäische Union), eine einheitliche Ladebuchse in Form von USB-C zu installieren. Das wäre frühestens beim iPhone 14 im nächsten Jahr möglich.

Neben 5G soll das iPhone 13 eine neue WLAN- Technologie unterstützen und über Wifi 6E funken. Diese Technik erweitert das bekannte Wifi 6 und wartet mit schnelleren Datenraten und höherer Leistung bei gleichzeitig geringerer Latenz auf.

Akku & Speicher

Alle neuen Geräte sollen einen leistungsstärkeren Akku bekommen. Beim 13 Pro Max schlägt diese Steigerung mit 18% zu Buche. Beim Speicher ist die Rede davon, die bisherigen Ausführungen, die bei 512 GB (Gigabyte) gedeckelt wurden, um eine Terabyte-Version zu erweitern.

Die Preise

Aus China kommen Anzeichen, dass die Einstiegspreise identisch zum Vorgängermodell sind und sich zwischen 800€ und 1.250€ bewegen. Das Modell mit Terabyte Speicher wird mit 2.000€ veranschlagt. Allerdings sind eventuelle Preissteigerungen aufgrund der aktuellen Chipkrise noch nicht berücksichtigt.

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