Sollte man ein VPN für Gaming verwenden?

Wir haben etliche Mittel, unsere Gaming-Erfahrungen zu verbessern, vor allem wenn es um Online-Games geht. Ein besserer Internetvertrag, ein geeigneter Gaming Router und die besten Netzwerkkarten sind unbestritten … aber um die Notwendigkeit eines VPNs scheiden sich noch die Geister. Was sind die Vorteile eines virtuellen privaten Netzwerks für das Gaming und ergibt es Sinn, sich einen VPN-Anbieter anzuschaffen?

Ist VPN beim Gaming sinnvoll? – Behauptungen auf dem Prüfstand

Als technikinteressierte Menschen wissen die meisten, dass sich ein VPN eignet, um unsere Privatsphäre im Internet zu schützen. Unsere IP-Adresse wird verschleiert, unser Standort und unsere Daten bleiben geheim. Das ist ein guter Schutz, der vor allem auf Computern inzwischen etabliert wurde. 

Die meisten VPNs setzen wir dort als Programm ein, das uns bei dem Einrichten dieser Sicherheit hilft. Dadurch schützen wir unseren PC einfach, aber es gilt nicht für jede einzelne Konsole, die wir besitzen. Ein Plug-and-Play VPN wie das von DN8 wird direkt an den Router angeschlossen. Dadurch ist automatisch jedes Gerät in dem Heimnetz abgesichert. 

Aber für das Gaming ist die Technik ursprünglich nicht gedacht gewesen. Dennoch werben manche Anbieter heute mit den Vorteilen. Ist das mehr als nur Marketing? Oder gibt es Vorteile eines Gaming-VPN, das genau für die Bedürfnisse von Videospielen gemacht wurde?

  • Das Gaming-Erlebnis wird verbessert

Gaming-VPN-Anbieter werben damit, dass sie die Verbindung des Spielers über einen Server laufen lassen können, der nah an dem ursprünglichen Quell-Server eines Onlinespiels liegt. Das soll die Ping-Zeiten reduzieren, damit man weniger Verzögerungen hat. Das wird aber nicht immer so umgesetzt.

Oft ist es eher ein Nachteil, wenn man eine Kommunikationsschnittstelle zwischen sich und den Spielserver einbaut, die durch ihre Verschlüsselung und Weiterleitung eher zu stärkeren Verzögerungen führt. Oft lässt sich in den Einstellungen oder durch die Wahl des richtigen VPN-Anbieters ein guter Mittelweg finden. Die Grundregel ist: Je stärker die Verschlüsselung, desto eher entstehen Verzögerungen.

  • Keine Probleme bei Multiplayer-Spielen

VPNs sollen die Probleme mancher Onlinespiele mit P2P-Verbindungen lösen. Diese können von manchem Internetanbietern blockiert werden und diese Blockade soll dann durch ein VPN umgangen werden können. Dass eine Peer-to-Peer Verbindung wirklich blockiert wird, ist allerdings selten. Ob das VPN in diesem Zusammenhang sinnvoll ist, ist deshalb umstritten.

Es kann zu einem Problem kommen, wenn der eigene Account bereits vor dem VPN genutzt wurde und nun versucht, mit dem VPN unter einem anderen Standort zu spielen. In vielen Accounts kann man in den Einstellungen die Angaben zu dem Standort ändern und solche Probleme ausbessern. Es kann aber auch sein, dass das Erstellen eines neuen Accounts nötig wird.

  • Keine Geosperre
  • Das Nutzen von VPNs zum Umgehen von Geosperren kennen wir schon aus dem Streaming über Netflix und Co. Wer eine Serie schauen möchte, die in Deutschland noch nicht ausgestrahlt wird, kann sich über einen VPN-Server in dem passenden Land auf der Streaming-Seite einloggen und wird dann als Bürger dieses Landes wahrgenommen.

Das Gleiche gilt auch für das Geoblocking in Videospielen. Verschleiern wir unsere IP-Adresse und verlegen wir virtuell unseren Standort, können wir auf Spiele zugreifen, die geografisch gesperrt sind.

Das ist an und für sich ein Vorteil. Als Nutzer sollte man sich aber bewusst sein, dass sowohl bei den Streaming-Services als auch bei den Spielanbietern dagegen vorgegangen wird. Wenn die Publisher merken, dass man ein VPN benutzt, können sie Accounts sperren.

  • Zugang zu noch nicht verfügbaren Spielen

Auch Spiele, die nicht nur geografisch gesperrt sind, sondern gestaffelt veröffentlicht werden, können wir durch ein VPN spielen, bevor sie bei uns herausgekommen sind. Hier gelten die gleichen Vor- und Nachteile wie bei den reinen Geosperren.

  • Schutz der Daten

Die ursprüngliche Schutzfunktion des VPNs ist auch auf der Konsole von Vorteil. Insbesondere, wenn Bankdaten mit dem Gerät verknüpft sind und man darüber Transaktionen ausführt, die Geld betreffen, sollte man seine Daten schützen. Bei kompetitiven Spielen kann man so DDoS-Attacken verhindern.

Bei Onlinespielen kann man sich durch das VPN auch davor absichern, dass das eigene Nutzungsverhalten und Daten gesammelt werden, um zu Marketingzwecken missbraucht zu werden. VPN-Lösungen wie die von DN8 sorgen mit eigener Verschlüsselungstechnologie, Firewalls, IPS & IDS und eigenen Servern für den besten Rundumschutz, den man nur einmal einstöpseln muss. 

  • Spielen über LAN

Manche VPN-Anbieter bieten einen LAN-Modus ein. Für Spiele, die sich in einem Raum über das LAN-Netzwerk spielen lassen, erzeugt das VPN ein fiktives LAN, über das man auch von unterschiedlichen Orten auf diesen Modus zugreifen kann. Jeder Teilnehmer muss die VPN-Funktion dafür installieren

Fazit

Mit dem richtigen Anbieter, den richtigen Einstellungen und der passenden Technik kann man ein VPN ohne Einschränkungen nutzen, um zu gamen. So erhält man Vorteile wie das Online-Gaming über LAN, den Schutz der eigenen Daten und das Umgehen von Geoblocking. Bei Verzögerungen muss man meist die Verschlüsselung des Service reduzieren oder einen anderen Anbieter nutzen. Will man das VPN nutzen, um Geosperren zu umgehen, muss man aber mit der Sperrung des Gaming-Accounts rechnen und sollte es deshalb bedacht anwenden.

Für technikerfahrene Spieler und vor allem Profis, die in Wettbewerben spielen, lohnt sich ein hochwertiges VPN wie das von DN8 unbedingt, allein wegen des Schutzes vor Hackern und DDoS-Attacken.

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